WIR hier am NGB

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Der Westparklauf 2022

Am 31 Mai 2022 fand zum ersten Mal seit der Corona-Pandemie der Westparklauf statt, der von den Stadtwerken Bochum organisiert wird.

Jedes Jahr nehmen zwischen 1.500 und 1.800 Kinder von Schulen in Bochum am Westparklauf teil. Teilnehmen konnten diesmal  Kinder, die in den Jahren 2008 bis 2012 geboren wurden. Der Westparklauf ist einer der größten Läufe für Kinder in NRW. Dort können die teilnehmenden Kinder zudem von einem Talentscout entdeckt  werden. Es gibt für alle acht Gewinner der Mädchen und Jungen eines jeden Jahrgangs als Preis ein Probetraining beim TV Wattenscheid zu gewinnen, zudem erhalten alle Gewinner einen Turnbeutel mit Überraschungen.

Beim Westparklauf treten immer jeweils  die Jungen und Mädchen aus einem Jahrgang gesondert in kleinen Gruppen, die aus ungefähr 30 Kindern bestehen, gegeneinander an. Dieses Jahr starteten zuerst die Jungen aus dem Jahrgang 2011 (bzw. 2012 wenn sie eine Klasse übersprungen hatten). Nachdem alle Jungengruppen aus diesem Jahrgang nacheinander gelaufen und durchs Ziel gekommen sind, starteten die Mädchengruppen aus demselben Jahrgang. Nachdem die Jungen und Mädchen aus einem Jahrgang gelaufen waren, fand direkt die Preisverleihung auf einer kleinen Bühne statt. Alle der acht  besten Jungen und Mädchen aus einem Jahrgang bekamen Punkte für ihre Schule. Dabei erhielten die Gewinner umso mehr Punkte, je schneller sie gelaufen waren. Am Ende wurden alle Punkte der Gewinner einer Schule zusammengezählt und somit wurde die Schule mit der höchsten Punktzahl als Gewinner-Schule ermittelt.

Nachdem es den Vormittag über geregnet hat, schien am, Nachmittag rechtzeitig zum Lauf, die Sonne. Diesmal war es nicht so überfüllt, wie in den letzten Jahren, was mir auch von anderen Anwesenden bestätigt wurde. Den ganzen Nachmittag herrschte eine gute und lockere Stimmung, aber man konnte die Aufregung der Kinder spüren, bevor sie dran waren. Vor allem kurz  bevor das Rennen begann, stieg nochmal die Spannung. Viele Kinder waren nervös, hatten ein wenig Angst, aber sie freuten sich auch sehr auf den Lauf. Die Kinder gaben sich auch untereinander Tipps und auch ihre Lehrer unterstützten und feuerten ihre Schüler an. Zu meiner Überraschung  war auch der Schulleiter des Neuen Gymnasiums Bochum, Herr Bauer,  anwesend.

Ich führte ein paar Interviews mit fünf Kindern des NGBs, die am Westparklauf teilgenommen hatten. Dabei habe ich sie gefragt, was 

sie an dem Westparklauf so toll finden. Die häufigste Antwort war, dass sie keinen Physikunterricht haben wollten. Jedoch fand Johannes Püttman aus der fünften Klasse es einfach toll ,dass man viel laufen kann und sich mit anderen Läufern vergleichen kann. Lars Koke fand es gut, dass es solche Läufe überhaupt gibt. Außerdem gefiel es ihm, dass man dort Leute, die immer meinten, dass sie schneller als andere sind, vom Gegenteil überzeugen kann. Constantin Freitag antwortete mir auf meine Frage nach dem Grund seiner Teilnahme, dass er solche Läufe cool findet und er die Klasse und Schule unterstützen möchte, damit sie einen Preis gewinnt.

Bei der Frage, was ihnen besonders Spaß gemacht hatte, antwortete Johannes Püttman, dass er es toll fand, den ersten Platz in seiner Gruppe erreicht zu haben und dass auch das Berg hoch und runter laufen ihm Spaß gemacht hat. Constantin Freitag antwortete auf diese Frage fast genauso, auch ihm gefiel besonders das „hoch und runter laufen“ beim Westparklauf gut. Zudem gefiel  es beiden, wenn sie jemand anderen überholen konnten. Alle der Befragten haben zum ersten Mal beim Westparklauf  teilgenommen. Ich befragte  auch Keyvan (5.Klasse) vor dem Rennen, was ihn am Westparklauf gefiel. Seine Antwort auf meine Frage war, dass er gewinnen möchte, um zu beweisen, dass er schnell ist. Und  tatsächlich war Keyvan am Ende einer der Gewinner des Jahrgangs 2011.

Und hier der Link zur vollständigen Gewinnerliste:

https://tv-wattenscheid-01.de/verein/veranstaltungen/stadtwerke-westpark

Bei der Schulauswertung belegte das Neue Gymnasium Bochum, sowohl bei den Mädchen als auch bei den Jungen den zweiten Platz. Den ersten Platz erreichte in beiden Gruppen die Pestalozzi Realschule.

Wir gratulieren allen Läuferinnen und Läufern zu ihrer tollen Leistung!

Juliana, 8b, 13.06.22


Mottowoche

Musik ertönt, Schüler:innen scharren sich um die Balustraden und blicken in das Foyer voller Faszination für das sich unten abspielende Spektakel. Eine noch recht kleine Gruppe an Abiturient:innen in Auftakten, welche die Helden ihrer Kindheit darstellen. Dies kann nur eines bedeuten, der Beginn der Mottowoche. Eine Woche voller Freude, Aufregung und Alkoholkonsum, Eskalation vorprogrammiert.

In der ersten Pause wurde „Reise nach Jerusalem“ gespielt, die Schüler:innen, der unteren Stufen versammelten sich erneut um die Balustraden und erfreuten sich stark daran, wie dort unten die tosenden Menge, lauter Biene Maya Charaktere und Hogwarts Schüler:innen, feierten, dass man glatt meinen konnte, dass es ihre eigene Mottowoche war. Doch die erste Eskalation ließ nicht lange auf sich warten, denn ein Unterrichtsbesuch der politisch inkorrekten Art fand innerhalb dieser Institution statt. So ist es zwar üblich, dass die leicht angetrunkenen Abiturient:innen in den Unterricht, der verschiedenen Kurse gehen, um etwas Krawall zu machen. Doch tun sie dies mit vermeintlich guten Absichten,  dieses Jahr jedoch stürmten Abiturient:innen in einen Raum lediglich um schreiend, Ausländerfeindliche Beschimpfungen zu machen. 

Dies sollte nicht der letzte Konflikt bleiben, auch wenn der spätere um einiges weniger ernst zu nehmen ist. So gab es nach den Feierlichkeiten einen überaus amüsanten Boxkampf zwischen einem Känguru und einem Hufflepuff Schüler, letzterer verlor. 

 

Der Dienstag verlief etwas ruhiger, wobei man dies nicht gerade allgemeingültig sagen kann denn gleich in der ersten Pause gab es Karaoke, laut schallend durch das gesamte Foyer. 

Das Motto Zeitreise war angesagt und was wäre dieses ohne die fast schon obligatorische Gruppierung der Jungen, welche sich kleiden, wie im frühen 20. Jahrhundert, zu meinem persönlichen bedauern verzichten diese meistens auf einen Zylinder und tragen stattdessen Ballonmützen. Dazu gesellten sich dann noch einige Personen der 2000er, erstaunlich wenige versuchten sich daran die Mode der Zukunft zu prophezeien, die Kreidezeit wurde ebenfalls vertreten und ein bisschen Mittelalter durfte natürlich auch nicht fehlen. Was auffällt sind die klaren Geschlechtsverteilungen bei den einzelnen Epochen, wobei dies wohl auf die drastischen Unterschiede zwischen der Simplizität und Schönheit zurück zu führen ist.

 

Der Mittwoch bietet weniger modischen Tiefgrund, denn das dies tägige Motto war Bad taste, erstaunlicher Weise konnte man gar nicht einen so großen Kontrast zu den sonstigen Kleidungsweisen der Schüler:innen erkennen. So wurde dieser Tag von Jogginghosen und stark akzentuierten Make-Up geprägt. In der ersten Pause gab es dann verschiedene Rap-Einlagen. „An der erstaunlich hohen Authentizität dieser konnte man die Qualität des heutigen Deutschraps sehr gut erkennen. Da scheinbar auch ein durchschnittlicher Oberstufenschüler diesen dem Original ebenbürtigen replizieren kann“ meinte ein Schüler über die Darbietung. In der zweiten Doppelstunde gab es dann einen Wettstreit, der es in sich hatte. Lehrer gegen Schüler, ein sich wiederholendes Narrativ, beide Gruppen bereiteten Musikvideos vor, in denen sie sich tanzend vor der Kamera zeigen, die Lehrer gewannen mit einer überragenden Mehrheit. 

 

Der Donnerstag bildete einen sehr starken Kontrast zum Vortag, denn das Motto war Casino Royal. Um es kurz zu fassen, es wurde sehr golden und freizügig. In der zweiten Pause wurde Just Dance gespielt, wo selbst der Schuldirektor Herr Bauer mitgemacht hat, dieser drückte sich bei den vorherigen Aufforderungen steht’s, was dieses Ereignis noch unterhaltsamer machte.

 

Freitag war es dann endlich soweit, das große Finale, das Ende der Mottowoche, der Tag begann damit, dass eine Menge Schüler:innen zu spät zum Unterricht kamen aufgrund des Abi-Streiches. Welcher aus Teststationen im Foyer bestand bei welchen man kleine Aufgaben schaffen musste, um durchgelassen zu werden. Die fünfte Stunde begann mit einem Quiz der Q2, die Lösung war das Passwort um die Räumlichkeiten zu verlassen. Ein letztes Mal in dieser Woche quetschten sich alle Schüler:innen an die Balustrade, voller Vorfreude, was sie wohl erwarten wird. Es ist eine „We will Rock You“ Einlage der gesamten Schule initiiert von Herrn Bauer. Anschließend gab es ein Spiel mit dem Namen „Pflicht oder Pflicht“. Die Regeln sind simpel, es gibt acht verschiedene Lehrerpaarer, eine:r der beiden wird an einen Stuhl gefesselt und der/die Andere muss eine von zwei Pflichtaufgaben wählen und diese ausführen, um den/die Lehrer:in zu befreien. Zusammengefasst muss ich sagen, wenn ich eines nicht weiß, dann ist es, wie ich über diesen Tag denken soll. Von Lehrern die Catwalks performen, bis hin zu Lehrerinnen, die zu I’m a Barbie Girl eine improvisierte Tanzeinlage hinlegen. Das Publikum schien sich daran zu erfreuen, klatschend und johlend ließen sie ihre Begeisterung zum Vorschein kommen. 

 

Und wie sagt man so schön? „Man soll aufhören, wenn’s am schönsten ist“ und so verklingt die Musik und damit auch die Mottowoche.      

16.05.2022, Rania Asif, 8d                         


Poetry-Slam am NGB

Wenn innerhalb von zwei Stunden eine thematische Bandbreite von Kampala über Papageien bis hin zu Nudeln abgedeckt wird, dann kann dies nur eines bedeuten: Der erste und definitiv nicht letzte Poetry-Slam der Schülerzeitung war ein voller Erfolg.

Nachdem die Idee des damals noch Open-Mic-Days – nicht nur gefühlt – mehrere Jahre die Redaktion der Schülerzeitung beschäftigt hat, der Termin mehrfach verschoben worden war und trotzdem noch einige Stunden vorher fast völlig neue Ideen umgesetzt wurden, konnte am 25.03.2022 um 18 Uhr (mit einer minimalen Verspätung) endlich der erste Poetry Slam der Schülerzeitung stattfinden. Im Zuge dieser langen Historie erscheint auch ein verspäteter Artikel über diesen vollkommen gerechtfertigt. Aber was ist Poetry-Slam überhaupt?

  

Poetry-Slam
Grundlegend bezeichnet Poetry-Slam einen literarischen Wettbewerb, bei dem selbstgeschriebene Texte vorgetragen werden. Diese von den Slammern und Slammerinnen geschriebenen Texte werden zur Gattung der Lyrik gezählt. Zwar entfällt bei vielen Poetry-Slam Vorträgen die klassische formale Struktur der für die Lyrik typischen Gedichte, dafür aber spielt die Kommunikation von Gefühlen immer noch eine zentrale Rolle. Hierzu können nun nicht nur textbasiert sprachliche Bilder, wie in einem traditionellen Gedicht, sondern auch die aktive Sprache und andere performative Elemente genutzt werden. Somit stellt der Poetry-Slam mit seiner oft „informelleren“ Form eine Modernisierung und Erweiterung der Lyrik für neue Themen sowie Künstler und Künstlerinnen dar.

 

Der Wettbewerbsaspekt ist bei Poetry-Slam fast immer mit aktiver Publikumsbeteiligung verbunden. Nach jedem Beitrag wird im Publikum mehr oder weniger kurz diskutiert und bewertet. Beim Poetry-Slam der Schülerzeitung wurde auf einer Skala von eins bis zehn – aufgefordert freundlich – und in Clustern – also Kleingruppen je nach Sitzplatz – gewertet. Die Punktzahl konnte auf eine Tafel geschrieben und nach spätesten 45 Sekunden hocherhoben werden. So konnten WIR schlussendlich einen Sieger oder eine Siegerin küren, doch dazu gleich mehr.

 

Der Vorlauf       
Sicherlich am interessantesten bei jeglichem Event ist die Vorbereitung, deshalb dazu hier noch ein paar Worte. Ursprünglich geplant war ein Open-Mic-Day, das heißt eine abendliche Veranstaltung, die jegliche künstlerische Beteiligung von Poetry-Slam bis hin zu Kammermusik auf der Bühne ermöglicht hätte. In Anbetracht des kontinuierlichen Ausfallens des Kammerkonzerts wäre dies sicherlich eine ebenfalls interessante Veranstaltung geworden, aber dennoch entschlossen WIR uns zur Eingrenzung der Veranstaltung. Hatten WIR nämlich ursprünglich noch mit einem kleinen Abend gerechnet, erschienen trotz des Freitagabends über 100 Gäste. Auch erhielten WIR mehr Anfragen von potenziellen Slammern und Slammerinnen als wir zulassen konnten.

 

Als Moderator stand mir die außerordentliche Ehre eines Sitzplatzes auf einem Sofa der berühmt-berüchtigten Lehrer-Lounge (noch dazu auf der Aulabühne) sowie der Anmoderation vieler Beiträge zu. Zugegebenermaßen war es anfangs etwas beunruhigend auf der Bühne zu stehen, doch spätestens nach Alexander Luegs vortrefflichen Eröffnungsmonologs und der ersten eigenen Anmoderation war der Abend auch für mich eine sehr gute Erfahrung.

 

Hierbei waren vor allem zwei Sachverhalte überraschend: Zuerst, obwohl es vorher so oft gesagt wurde, war es schwer zu begreifen, wie absurd nahe das Mikrofon am Mund gehalten werden muss, um eine gute Übertragung zu garantieren. Zweitens - und auch dies ist eigentlich allgemein bekannt – waren die deutschen Regularien schwer an Genauigkeit zu übertreffen. Als circa eine Stunde vor Veranstaltungsbeginn die zuständige Beamtin begann von einer Abklebung des Mikrofonkabels zur Verringerung der Stolpergefahr zu sprechen und dann auch noch mehre grell-orangene Hütchen über den leicht vom Boden erhöhten Ursprung dieser Kabel gestellt werden mussten, wurde mir klar, dass jegliche einst von mir als übertrieben angesehenen Darstellungen der deutschen Bürokratie definitiv der Wahrheit entsprechen.

 

Bevor wir zum eigentlichen Slam zurückkehren, muss ich also im Namen der Schülerzeitung den Hausmeisterinnen und Hausmeistern für ihre Unterstützung (insbesondere am Abend des Events) und Frau Magdanz und Frau Brinkmann für die unermüdliche Koordination und aktive Teilnahme an der Umsetzung des Poetry-Slams danken.         

 

Poetry-Slam am NGB    
Insgesamt konnte das Publikum die Texte von zwölf Slammern und Slammerinnen hören. Jeder mit einer Länge von ungefähr fünf Minuten, dazwischen Abstimmungen und Anmoderationen. Nach sechs Texten folgte einen fünfzehn Minuten Pause, welche in klassischer Poetry-Slam-Manie vor allem aus dem Kaufen und Trinken von Fritz-Kola bestand. Als großer Abschluss des Abends erschien der, vorher noch unangekündigt und extra aus Amerika angereiste Poetry-Meister seiner Schule Mr Andrew Hesbacher.

 

 

Anstatt hier lange Inhaltsangaben zu machen, beschränken wir uns also auf das wesentlich: Alle Texte wurden von Publikum mit Begeisterung angenommen, was sich auch in der sehr ausgeglichenen Bewertung zeigt. Dies war vor allem für uns als Organisatoren eine Erleichterung, denn egal wie viel Vorbereitung in den Event gesteckt wird, am Ende kommt es auf den vorgetragenen Inhalt an und hier haben alle Texte gleichermaßen überzeugt. Trotzdem konnte ein Text etwas mehr begeistern als die anderen, doch zuerst noch ein paar persönliche Favoriten des Abends:

 

Besonders überraschend und somit auch sehr vorteilhaft auf der Bühne war der eben angeschnittene Text über Nudeln. Ein zugegebenermaßen grundlegend höchstens mittelmäßig interessantes Thema. Doch als Moritz Kevenhörster (Q1) mit seiner Einleitung begann und einfach nicht mehr aufhörte über das Aufschieben des Arbeitens an seinem Text zu reden, wurde allen irgendwann klar, dass er nicht nur das Arbeiten, sondern auch das Vortragen immer weiter nach hinten verschob. Der Vortrag endete, ohne zu beginnen, mit dem Einschlafen auf der Tastatur. Auch Joanna Maasa (Q1) trug einen emotionalen, auf Englisch vorgetragenen und politisch enlightening Slam über Kampla, Uganda (32°5) Imperialismus und Hoffnung vor, der immer noch zum Nachdenken anregt. Schlussendlich gewann allerdings Neegar Dehzad, mit einem überzeugend vorgetragenen, wirklich lustigen Text mit hohem Identifikationspotential. In ihrem Slam übernahm sie die Rollen zweier Geschwister, die im Herzen eines Menschens über Liebe und Rationalität diskutierten. Und mit dieser verdienten Preisverleihung endete der erste und definitiv nicht letzte Poetry Slam der Schülerzeitung.

 

Im Nachhinein kann man über den Poetry Slam sagen, dass sowohl die Beiträge als auch der größte Teil der Moderatoren weit über dem von mir erwarteten Niveau lagen“ – Niklas Dohndorf (EF)

 

Ich habe die Aufführungen und die Atmosphäre, sowie den Service sehr genossen.      
– Marlon Wetzel (EF).

 

Aufgrund dieser positiven Resonanz der Veranstaltung in der Schülerschaft, bei den Eltern und dem Kollegium ist eine erneute Auflage im nächsten Jahr somit unausweichlich. Vorher allerdings nochmal ein Dank an alle Zuschauer und Zuschauerinnen sowie alle Slammer und Slammerinnen ohne die der Abend nicht möglich gewesen wäre. Vielen Dank für ihre Aufmerksamkeit.

 

16.05.2022, Ole Weichsel (EF)

 


Europakurs Austausch nach Tschechien                09.05.2022

Anfang 2022 war ich im Rahmen des Europakurs-Austauschprogramms für zwei Wochen an der tschechischen Partnerschule des Neuen Gymnasiums in Český Brod. Ein Bericht.

Am 23. Januar 2022 ging es los: Ich startete morgens in Bochum und fuhr mit dem Zug zum Frankfurter Flughafen. Von dort aus flog ich nach Prag, wo ich am trüben Sonntagnachmittag ankam. Am Prager Flughafen hat mich meine Gastfamilie abgeholt. Da mein eigentlicher Austauschpartner leider in Quarantäne war, wohnte ich in der ersten Woche bei einer anderen Austauschschülerin und musste, da die ganze Familie positiv auf Corona getestet wurde, die Gastfamilie mehrmals wechseln und musste zwischendurch bei Lehrern wohnen. Corona hat den Austausch zwar etwas erschwert, jedoch ist das das Risiko und es war trotzdem eine schöne Zeit.

 

Am Montag ging es gleich schon nach Český Brod. Die Stadt liegt ca. 30 Kilometer östlich von Prag. Mit der Bahn kommt man in einer halben Stunde in die Prager Innenstadt. Český Brod hat ungefähr 7000 Einwohner. Das Gymnasium, unsere Partnerschule, befindet sich nahe dem Stadtzentrum in einem Gebäude aus den frühen 1920er Jahren. Die Schule hat ca. 300 Schüler.

 

Am ersten Tag habe ich mit Gabriela Štrynclová, einer Deutsch- und Englischlehrerin der Schule, die meinen Austausch betreut hat, das Stadtzentrum von Český Brod besichtigt. Die Stadt ist zwar klein, jedoch kann man unter anderem die Sankt-Gotthards-Kirche und das Kouřimer Tor (Kouřimská brána) besichtigen. Im Stadtzentrum gibt es viele historische Gebäude.

 

Manchmal war ich auch im Unterricht mit dabei und habe in Deutsch- und Englischklassen mitgeholfen. Die Schüler in Tschechien lernen alle in der Schule Englisch und größtenteils auch Deutsch. Allerdings ist Deutsch als Fremdsprache für viele Schüler nicht einfach. Jedoch konnten wir trotzdem gut auf Englisch kommunizieren.

 

An vielen Tagen habe ich, meistens mit Schülergruppen von zwei bis drei Schülern, andere Städte in der Region besichtigt. Kutná Hora (dt.: Kuttenberg) ist die interessanteste Stadt in der Region, in der ich war. Sie gehört zum Weltkulturerbe der UNESCO. Die schönsten Sehenswürdigkeiten sind die Barbara-Kathedrale, die Altstadt und das sogenannte Beinhaus in Seldec. Außerdem war ich in Kolín an der Elbe, nahe Český Brod liegt. Die Stadt mit ca. 40.000 Einwohnern ist industrieller als Brod. Im Stadtzentrum befindet sich ein historischer jüdischer Friedhof, das beschauliche alte Rathaus und die Sankt-Bartholomäus Kirche. Thomas Drabek, ein Englisch- und Französischlehrer der Schule, der auch etwas Deutsch spricht, hat mich durch Kolín geführt und über einen Kontakt von ihm konnte ich den neu eingerichteten Stadtgarten besichtigen und den Glockenturm besteigen.

 

Das Highlight des Austausches war allerdings Prag. Die Stadt ist nicht weit entfernt von Český Brod und mit der S-Bahn kommt man schnell ins Stadtzentrum. In Prag habe ich mehrere Sehenswürdigkeiten besichtigt, wie die Karlsbrücke, die Prager Burg und die Altstadt. Außerdem habe ich einige Museen besichtigt, wie das Nationalmuseum, die Nationalgalerie oder das Palais Lobkowitz in der Prager Burg. Prag ist eine sehr schöne Stadt und man kann viel besichtigen. Normalerweise sind die Gassen der Altstadt von Menschenmassen überfüllt. Dank Corona war in der Stadt nicht so viel los.

 

Ich bin froh, dass der Austausch trotz der Corona-Pandemie stattfinden konnte. Zur Einreise brauchte man neben der Impfung einen PCR-Test. In Tschechien waren die Corona-Maßnahmen lockerer als in Deutschland: In öffentlichen Verkehrsmitteln, Geschäften und Museen musste man Maske tragen, in Restaurants war ein 3G-Nachweis notwendig. Die meisten Schüler waren geimpft und im Klassenraum musste man keine Maske tragen.

 

Am 05. Februar 2022 bin ich dann nach knapp zwei Wochen zurück nach Deutschland geflogen.

 

Obwohl es manchmal stressig war, da ich coronabedingt die Gastfamilie wechseln musste, war es eine sehr schöne Zeit in Tschechien. Ich habe viele interessante Orte gesehen, viele Menschen kennengelernt und Erfahrungen gesammelt.

 

Jonathan Radkowski

 


Das Neue Gymnasium Bochum, eine Fairtrade Schule

Am 26.01.2022 fand das Gründungstreffen für das Neue Gymnasium Bochum als Fairtrade Schule statt. In welchem diverse Ziele diskutiert wurden, um diese Schule zu einem faireren Ort zu machen.

Vorab aber: was ist überhaupt eine Fairtrade Schule?

Um diese Frage zu beantworten müssen wir erst einmal klären, was der Begriff „Fairtrade“ bedeutet. Übersetzt heißt „Fairtrade“ so viel wie „fairer Handel“ und bezieht sich auf Produkte, die in Entwicklungsländern angebaut werden (Dinge wie Kakao, Kaffee, Tee, Baumwolle, Bananen,…). Diese werden den Bauern zu einem meist sehr niedrigen Preis von Händlern abgekauft. Die Bauern sind hier in einer Position der Machtlosigkeit, denn sie haben kein Mitspracherecht bei der höhe des Preises, welcher stark variieren kann, da er von der Börse bestimmt wird. Aber es besteht auch eine starke Abhängigkeit bei den Bauern von den Händlern. Die Plantagen der Bauern sind oft sehr weit abgelegen und so besteht kein wirklicher Zugang in den internationalen Markt. So wissen die Bauern nicht, wie viel ihre Ware wert ist, wie die aktuellen Börsenkurse sind oder wann die Händler kommen. Folglich besteht keine Möglichkeit vorauszuplanen und sich zu emanzipieren. Durch die zu niedrige Bezahlung gibt es aber noch eine weitere Konsequenz, die nicht übersehen werden darf: Kinderarbeit. Denn durch die wenigen finanziellen Ressourcen kann nur wenig Lohn bezahlt werden und die billigsten Arbeitskräfte sind immer noch Kinder. Und jetzt kommen Organisationen wie Fairtrade ins Spiel, welche versuchen, diese Ungerechtigkeiten aufzulösen. So bezahlen sie den Bauern einen einheitlichen und fairen Preis. Wenn der Börsenkurs steigt, bekommen sie die höhere Bezahlung. Dazu gibt es noch Richtlinien, wie das Verbot von Kinderarbeit auf den Plantagen, welches eingehalten werden muss, um die Kooperation zu einzugehen.

 

Aber was hat das nun mit unserer Schule zutun?

Das Fairtrade Siegel, startete eine Kampagne mit dem Namen „Fairtrade Schools“. Das NGB erhält den Titel als Fairtrade School wenn es fünf Kriterien erfüllt. Zum einen muss man ein Schulteam haben, welches sich um Projekte zum Thema Fairtrade kümmern muss, dieses muss sich sowohl aus Schüler*innen und Lehrkräften als auch Eltern zusammensetzen und dazu eine Leitung haben, welche Frau Tkacz übernehmen wird. Zum zweiten sollte man einen Plan haben, was in den zwei Jahren, in denen man das Siegel hat, bevor man es verliert und sich erneut für ein solches bewerben muss, passieren soll. Zum dritten, sollen wir nicht nur über Fairtrade reden, sondern diese Produkte auch in das Angebot der Speisen integrieren. Sprich in unserem Schülercafé sollen Fairtrade Produkte angeboten werden. Zum vierten muss das Thema Fairtrade in mindestens zwei verschiedenen Jahrgängen und zwei verschiedenen Fächern eingebaut werden. Zum fünften und letzten muss mindestens einmal pro Schuljahr eine Schulaktion veranstaltet werden zum Thema Fairtrade.

 

Was sind die Pläne des Neuen Gymnasium Bochum?

Zwar gibt es bereits Fairtrade Angebot im Schülercafé, dieses soll aber ausgebaut werden. Dazu soll es eine Verköstigung geben, um das Angebot mehr in den Vordergrund zu rücken. Auch der Kaffee in der Lehrerlounge soll Fairtrade werden. Nach wie vor werden die Schoko Nikoläuse der SV Fairtrade bleiben. Auch der Weihnachtsbaum im Innenhof des NGBs soll von nun an Fairtrade sein. Eine weitere Idee ist es, einen Fairtrade Tag zu organisieren, bei diesem sollen Info Aktionen stattfinden, Vorschläge sind Stände aufzubauen, Plakate zu erstellen Lehrkräfte sollen eine Präsentation oder ähnliches zum Thema Fairtrade halten. Außerdem soll eine Zusammenarbeit mit der Stadt Bochum initiiert werden, um in den Austausch zu kommen. Auch auf der Homepage des NGBs soll das Thema angesprochen werden, um die Aufklärung und somit das Wissen um das Thema zu verstärken.

10.02.2022, Ranja Asif, 8d

Foto: TransFair e.V. / Ilkay Karakurt


Museum mal anders erleben

Das Kunstmuseum von Frau Meyer und ihren Kunstkursen ist nicht nur ein künstlerisch besonderes Erlebnis, es ist dazu auch noch das erste virtuelle Kunstmuseum in der Geschichte des Neuen Gymnasiums Bochum.

Eine 360º-Ausstellung, die so einiges zu bieten hat. Frau Meyer konnte leider in den letzten Monaten nicht am normalen Schulleben teilnehmen und musste deshalb Distanzunterricht geben. Um das zu erleichtern, wurden den Schüler*innen Tablets zur Verfügung gestellt und so entstanden über einhundert digitale Kunstwerke in einer virtuellen Ausstellung.

 

Um diese zu betreten, muss man den QR-Code von einem der vielzähligen Plakate scannen, die im Schulgebäude aufgehängt worden sind, dadurch wird man an eine laute, aber leere Straße befördert. Nun kann man in das Kunstmuseum eintreten, hier wird man von einer Frau Meyer in illustrierter Form empfangen, welche die Besucher*innen mit den nötigen Informationen für die Ausstellung versorgt.  

Insgesamt sieben Räume beinhaltet das Museum, zwei davon sind Café und Shop, dazu gibt es noch zwei Aussichtsplattformen. Das Museum ist in zwei Teile geteilt, welche über zwei verschiedene Aufzüge erreicht werden können. Ein Teil gilt den Grundkursen eins und drei der EF und der andere dem Grundkurs eins der Q1 und dem Grundkurs drei der Q2. 

Beide Grundkurse der EF beschäftigten sich mit Stillleben, um genauer zu sein, wird ein starker Kontrast erzeugt mit Prunkstillleben als auch Vanitasstillleben. Aber nicht nur darin unterscheiden sich die Bilder, auch in Stil und Inhalt. Zwar beinhalten die Bilder, die einer Art von Stillleben angehören, teilweise die gleichen Objekte, so gilt ein Schädel als essenziell für ein Vanitasstillleben, jedoch wurde sich oft mit viel Kreativität eine interessante Inszenierung mit passenden Objekten ausgedacht. Die Bilder greifen zwar alte Objekte wie Kerzenhalter oder Globen auf, fokussieren sich aber eher auf Objekte der Moderne wie Computer, Cola-Flaschen oder auch Autoschlüssel.

Die Q1 beschäftigte sich mit einem eben so ausdrucksstarken Thema, der Reihe „Los Caprichos“ von Francisco Goya, in der er Ende des 18. Jahrhunderts  Kritik an der spanischen Gesellschaft in Form von Radierungen ausübt. Dazu sollten die Schüler*innen eigene Bilder im Stil von Radierungen und Problemen des 21. Jahrhundert erstellen. Unteranderem wurden Themen wie Klassismus, Krieg oder auch negative Aspekte an sozialen Netzwerken auf sehr unterschiedliche und interessante Art und Weisen dargestellt.     

Die Q2 befasste sich mit dem surrealen, widmeten sich die Schüler*innen sowohl Collagen von Hannah Höchs inspiriert erstellen, als auch Gemälden inspiriert von Max Ernst malen. Die Gemälde sind kaum greifbar und haben teilweise etwas spirituelles an sich. Auch die Collagen sind überaus faszinierend.       

 

Nach Betrachtung aller Kunstwerke kann ich sagen, dass die Ausstellung eine wundervolle Anregung zum Nachdenken ist. Auch die Details der Ausstellung, wie die Fahrstuhlmusik oder die ausgeschmückten Geschäfte baten einen guten Ersatz für einen traditionellen Museumsbesuch. Aus diesen Gründen empfehle ich  die Ausstellung zu besuchen, wenn auch nur, um die Bilder der eigenen Freund*innen zu betrachten. 

 

Schaut doch direkt vorbei: https://www.thinglink.com/mediacard/1520163503497805825

 

10.02.22, Rania Asif, 8d


AGs am NGB

Hast du Lust Tischtennis zu spielen oder ein Instrument zu spielen oder möchtest du lernen, dich auf chinesisch zu unterhalten? Dann bist du in einer der viel AGs bestimmt gut aufgehoben.

Wir sind Estella und Elin aus der Klasse 6d. Wir wollen euch weiteres über unsere Schule schildern.

Heute beschäftigen wir uns mit dem AG-Angebot des NGB. Um euch einen groben Überblick zu verschaffen, haben wir die AGs in folgende „Gruppen“ geordnet: Sport, Sprachen und Sonstiges.

 

Als erstes wollen wir euch genaueres über die Sport AGs berichten. Es gibt unter anderem einfachere und schwere Sportarten. Als erstes zu den einfacheren, bei denen wirklich jede*r mitmachen kann. Darunter fallen die Tischtennis-AG, Lauftreff-AG und Streetball-AG. Kommen wir nun zu den etwas komplizierteren AGs, darunter fallen das Deutsche Sportabzeichen, die Kletter AG, Sporthelfer Ausbildung und die Tennis-AG. Natürlich ist es Ansichtssache, was schwer und/oder leicht ist. Bei den Sport AGs gibt es kein bestimmtes Alter zum Mitmachen, die meisten sind ab der 5. Klasse.

 

Bei den sprachlichen AGs ist das Alter zur Teilnahme von der 5. bis 7. Klasse. Es gibt folgende AGs: die Spanisch-AG, die Latein-AG, die Latein-Werkstatt, die Chinesich-AG und die Rechtschreib-AG. Als letzten Punkt haben wir noch „Sonstige-AGs“. Da wollen wir als erstes die musikalischen AGs vorstellen. Momentan sind diese durch Corona aber schwer ausführbar , da man in Innenräumen nicht singen darf. Als erstes haben wir das mini Ensemble und die AO-Chor-Band ,

Dann gibt es noch die Umwelt-AG, den European politics and debate club und Exit Rassismus-AG.

Außerdem wollen wir die Schreib-AGs vorstellen, hierzu gehören die Lettering-AG und WIR, die Schülerzeitung. Last, but not least: die Konfliktlotsen-AG.

Das war jetzt erstmal ein grober Überblick, welche AGs es gibt und wo die Schwerpunkte liegen.

 

Wir selber besuchen die Schreibwerkstatt und die Chinesisch AG. Zuerst zu der Schreibwerkstatt: Dort lernt man, wie man Zeitungsartikel, Berichte und Reportagen schreibt. WIR am NGB ist eine Online-Schülerzeitung, die natürlich Vor- und Nachteile hat: Man verschwendet kein Papier und es ist besser für die Umwelt, aber der Nachteil ist, dass sich nicht jeder die große Mühe macht

ins Internet zu gehen und nach der Seite zu suchen, anstatt einfach in der Schule eine gedruckte Zeitung mitzunehmen, um diese zu lesen. Die Schreibwerkstatt der Schülerzeitung findet am Freitag von 13:45 Uhr bis 14:30 Uhr im Selbstlernzentrum statt, außerdem kann man ab der 8. Klasse in die Redaktion.

Als nächstes kommen wir zur Chinesisch-AG, dort lernt man - wie zu erwarten - Chinesisch. Die Leherin, Frau Schilling, ist sehr nett und kann über 3000 Schriftzeichen aus dem Chinesischen. Man lernt alles ganz genau, wie zum Beispiel die Töne im Chinesischen bis zu dem Bo Po Mo Fo, was so etwas wie ein Alphabet ist. Sie findet montags von 14:00 Uhr bis 15:00 Uhr statt.

 

Generell denken wir, dass die Schule ein großes Angebot an AGs bietet. Auch wenn einem seine gewählte Sprache nicht liegt oder man noch mehr dazu leren will kann man gut eine Sprachliche AG besuchen. Die AGs bieten auch eine kostenlose Sportliche Aktivität am Mittag oder Nachmittag.Dadurch macht es durchaus Spaß und Sinn eine AG zu besuchen.

 

Wir hoffen das wir euch die AGs der Schule etwas näher gebracht haben und wenn ihr Schüler seid vielleicht auch eine besuchen.

21.01.22, Estella und Elin, 6d 


Weihnachten, Logineo und fünf Schnelltests pro Woche

Mit nur noch einer Klausur vor mir, gerade in den Ofen geschoben Keksen sowie groben Eindrücken vom hektischen Überqueren des regnerischen Weihnachtsmarktes auf der Suche nach einem adäquaten Fahrradständer ist die Weihnachtsstimmung auch bei mir angekommen und es ist an der Zeit eine Art Rückblick auf das bisherige Schuljahr 2021/22 zu schreiben.

Als Überleitung würde sich nun sicherlich „Geprägt war dieses Schuljahr (erneut) von Corona“ kombiniert mit einer Schlussanekdote über gesellschaftlichen Zusammenhalt anbieten und obgleich dies schön wäre, wäre es auch sehr langweilig.

Deshalb kommen wir zu etwas viel Spannenderem: LogineoNRW. Für alle, die aus mir unersichtlichen Gründen, nicht wissen, was Logineo ist, hier eine Kurzzusammenfassung: LogineoNRW (je öfter man es liest, desto besser wird es) ist ein Lernmanagementsystem des Landes Nordrhein-Westfalen. Also eine Art Werkzeug, welches die Kommunikation zwischen Lehrer*innen und Schüler*innen und die generelle digitale Organisation des Unterrichts ermöglicht. Dazu zählt zum Beispiel die Kooperative mit dem Element-Messenger sowie die Bildungscloud, welche einem jedem Nutzer sowie jeder Nutzerin 1 Gigabyte Cloud-Speicherplatz zur Verfügung stellt. Bei Betrachtung des ohnehin verfügbaren Speicherplatzes von 20 Megabyte auf Moodle erscheint dieser natürlich absolut überflüssig. Darüber hinaus bietet Logineo einen HTML-Texteditor, welcher einen mit einem ominösen, aber irgendwann stehenbleibenden 30 Minuten Timer bedroht, sowie passende Adressbuch Kategorien wie „Freund“, „Konkurrent“ oder „VIP“. Und obwohl ich noch viel mehr über das Angebot, welches nach meinen Beobachtungen viel zu wenige Schüler*innen nutzen, schreiben könnte und gerne würde, belassen wir es hierbei und werfen doch einen Blick auf das Coronavirus.

 

Nachdem die Fallzahlen getrieben von Delta und Omikron (wobei ich die Trivialnamen Kappa und Sigma bevorzugt hätte) lange stiegen, lässt sich seit kurzem ein Trend hin zu sinkenden Inzidenzen beobachten. Mehr oder weniger korrespondierend zu diesen Entwicklungen verlief auch die Regelung des Schulalltags „aus Arnsberg“, wie es viele meiner Lehrer*innen gerne sagen. Ab dem 20. September mussten sich ungeimpfte Schüler*innen dreimal pro Woche testen lassen, während gleichzeitig ab dem 20. November die generelle Maskenpflicht fiel. Hier lässt sich eine interessante Parallele, der Cicero übersetzende Lateiner in mir würde sogar ein Parallelismus sagen, zum letzten Schuljahr aufzeigen, welches auch die Abschaffung und relative schnelle Wiedereinführung der Maskenpflicht sah. Doch relativ wenige Schüler*innen (zumindest in der EF) nahmen die Maske ab, nur in den Fünf-Minuten-Pausen sah man wieder mehr Speisende. Zur Zeit der steigenden Fallzahlen sprach ich mit einem Freund über mögliche Schulschließungen und die irgendwie doch lustige Idee von fünf Schnelltests pro Woche. Doch wir machten, wie es Anfänger so oft tun, unsere Rechnung ohne Niedersachsen, wo die Präsenzpflicht in Schule bereits am Montag, dem 20. Dezember aufgehoben wurde und auch die von mir soeben erhaltene Benachrichtigung über den neuen Lockdown in den Niederlanden ist nicht gerade hoffnungserregend. Trotzdem hat mich bis jetzt keine Nachricht über neue Maßnahmen in NRW erreicht und mit noch vier verbleibenden Schultagen bleiben wir hoffentlich negativ und ich persönlich optimistisch.

 

Doch dieses Schuljahr geschah noch viel mehr: Zwar gab es keinen Lockdown, dafür aber einen, bei Betrachtung der vielen Tablets, die oft die Anzahl der Schüler*innen zu übersteigen scheinen, viel größeren Shutdown. Denn die Bekämpfung des Coronavirus mag weltweit noch im Gange sein, dafür gelang es den IT-Spezialisten unsere Schule allerdings eine noch viel größere Gefahr, welche die gesamte Schule noch viel rasanter als Corona ergriff, zu besiegen. Denn nach den Herbstferien wurde endlich die epidemische und anarchische Verbreitung des Lehrer-WLAN-Passworts unterbunden. Fortan muss nämlich jedes Gerät verifiziert werden, wodurch WLAN-Codes wieder zu Währung und Mobile Daten wieder aufgebraucht werden. Nach mir zugespielten Insiderberichten aus dem Lehrerzimmer waren zeitweise bis zu 500 Geräte mit dem Schul-WLAN verbunden, währenddessen bleibt es für mich, der nie das Passwort erhielt, fraglich, wie dieses überhaupt gefunden wurde. Sicherlich wird dies bereits von einer unermüdlich arbeitenden Taskforce der Lehrerschaft, nur unterbrochen von der Korrektur ach so wichtiger Klausuren, ermittelt.

 

Zuletzt noch etwas Positives: Am Mittwoch, dem 8. Dezember saß ich gegen 7:50 vor dem Selbstlernzentrum und führte ein interessantes Gespräch, als ich plötzlich ein Klavier und kurz darauf eine Trompete erklingen hörte. Kurz war ich verwirrt, doch dann durchsuchte ich meine Schultasche nach meinem Kalender, betrachtete diesen und bemerkte, dass in 15 Tagen Weihnachten sein würde. Natürlich! Das Adventssingen war wieder da, nur ohne das Singen. Trotzdem war ich und viele andere natürlich begeistert. Für das perfekte Fest fehlten nur noch „1.500 singende Schüler*innen“ wie es mir ein Lehrer auf der Treppe zurief. Auf meinen Wunsch war das erste Lied übrigens „Tochter Zion“ geschrieben von Friedrich Heinrich Ranke inspiriert von Georg Friedrich Händel, welches mit „Maria durch ein Dornwald ging“ nach meinem universell gültigen Narrativ, das objektiv beste Weihnachtslied ist. Noch in derselben Woche fand ein kleines Weihnachtskonzert, als „erster Schritt in Richtung der Normalität für die Musik“ (grobes Zitat), wie es unsere Schulleiter sagte, statt. Insgesamt war das Konzert (kurz gesagt) sehr schön, musikalisch sowie als Ereignis, den viel zu lange schon musste die Musik dem Virus weichen. Meine Favoriten hier waren „Allegro non molto“ sowie „Presto“ aus den Vier Jahreszeiten von Antonio Vivaldi. Das Konzert zusammen mit den beiden Adventssingen und hoffentlich einem letzten am nächsten Mittwoch erinnerten mich und sicherlich viele andere, wie sehr wir die Musik am NGB (insbesondere zu Weihnachtszeit) vermisst haben. Erstaunlicherweise traf ich dieses Jahr auch einige, die der „Weihnachtsmusik“ eher negativ gegenüberstanden. Wenn ich mir also eine Sache zu Weihnachten wünsche, dann sind es 1.500 Schüler und Schülerinnen, die am 23.12.2022 lauthals „Tochter Zion“ und „Maria durch ein Dornwald ging“ singen und danach weit möglichst gesund mit ihren Familien Weihnachten feiern.

 

Doch das waren genug freundliche Worte für heute, denn ich höre, die Kekse müssen aus dem Backofen und eventuell sollte ich noch für die letzte Klausur lernen. 

Frohe Weihnachten und ein schönes Neues Jahr

20.12.21, Ole Weichsel EF


Kein Bock auf FeinSTAUb - Der Fahrradtag am NGB

Das NGB hat am 22. September 2021 einen Fahrradtag veranstaltet. Die Klasse mit den meisten Teilnehmenden konnte etwas gewinnen.

Am 22. September fand am NGB der Fahrradtag statt. Der Fahrradtag wurde von der Umwelt-AG von Frau Klausmeier und Herrn Stötzel organisiert. An dem Tag wurde unter den Klassen ein Wettbewerb veranstaltet. Es ging darum, dass möglichst viele Kinder mit dem Fahrrad zur Schule kommen sollten. Die Klasse, in der die meisten Fahrradhelme ausgezählt wurden, hat gewonnen.

 

Wie wurden die Gewinner ermittelt?

Die Lehrer*innen haben ein Foto von den Fahrradhelmen gemacht. Dieses Foto wurde dann an die Umwelt-AG weitergeleitet. Die Umweltag-AG hat dann die Helme ausgezählt. Es gab vier Gewinner, aber drei Plätze. Es haben sehr viele Klassen an der Aktion teilgenommen. Bisher wurde der Preis noch nicht bekannt gegeben. Auf dem ersten Platz war die 5a, den zweiten Platz hat die 7a gemacht und den dritten Platz teilten sich die 5c und die 9e.

 

Normalerweise fahren nur ungefähr 100 von 1200 Kindern mit dem Fahrrad. Das sind ungefähr 12% von 100%, das ist sehr wenig im Vergleich dazu wie viele am Fahrradtag gekommen sind.

Charlotte (5d) und Anna (5b), 17.12.2021


Else Hirsch

Eine jüdische Lehrerin rettet zur NS–Zeit in Bochum Schüler vor dem Holocaust. Doch wer war Else Hirsch wirklich?

Else Hirsch wurde am 29. 07. 1889 in Bützow (Mecklenburg – Vorpommern) geboren. Ihre Eltern hießen Hugo Hirsch und Jenny Hirsch (geb. Löwenthal) Beide und auch Else Hirsch waren Juden. Von Ostern 1896 bis 1906 ging sie auf die Hoffmansche höhere Mädchenschule in Bützow. Danach besuchte sie das Scharenbergsche Seminar in Schwerin um eine Lehrlaufbahn zu starten. Im November 1908 bestand Else Hirsch vor der Großherzoglich–Mecklenburgischen Prüfungskommision das Examen für höhere Schulen und konnte danach von Ostern 1909 bis 1911 am der höheren Privat – Knaben – und Mädchenschule in Gosslershausen in Westpreußen unterrichten. Im Anschluss daran lehrte sie an der höheren Privatmädchenschule in Lautenburg, Westpreußen. Ostern 1917 wurde sie nach der Vereinigung dieser Schule mit der örtlichen Volksschule zur städtischen Mittelschule festangestellt. Als die Schule, an der sie arbeitete, zerstört wurde, half sie die Schule wieder aufzubauen. Sie half außerdem die jüdischen Kinder, die wollten, von Bochum nach Britten zu bringen, wo sie in Sicherheit waren.

 

Ich wurde durch eine Vorlesung von einem Buch, wo sie versteckt drin vorkommt, auf sie aufmerksam. Ich finde, dass sie eine Heldin ist und sie ist ein großes Vorbild. Ich finde ihre Geschichte atemberaubend.

 

26.11.21, Paula, 6e


Musikfahrt 2021

Die Musikfahrten am NGB waren – und werden es wohl immer bleiben – ziemlich legendär. Diesen Monat war es endlich wieder soweit: Seit Beginn der COVID Pandemie konnten die jungen Musiker:innen des NGBs wieder gemeinsam musizieren – zumindest ein gewisser Teil.

5.09.2021. Herr Hirschhausen hat freudige Nachrichten in der Probe des Konzertorchesters zu verkünden: Die Musikfahrt kann endlich wieder stattfinden. Ich blicke mich um und Freude erstrahlt in den Gesichtern der Instrumentalisten. 

 

Meine erste Musikfahrt liegt schon 7 Jahre zurück und trotz dieser, für mein Alter doch recht langen Zeit, kann ich mich noch ziemlich bildlich an sie erinnern. Das erste Mal mit mehr als nur meiner Klasse an meiner neuen Schule unterwegs – was für ein besonderes Gefühl.

Jetzt, 7 Jahre, viele Konzerte und noch mehr Proben später wird es vermutlich meine letzte Musikfahrt werden. Ein gewisses Gefühl der Nostalgie kommt in mir hoch. 

 

10.11.2021. Endlich geht es los. Die Unter- und Mittelstufe hat sich schon morgens getroffen, die Q-Phase kommt traditioneller Weise nach der LK-Schiene nach. In Velbert angekommen, essen wir erst einmal einen Burger und danach auf zur Jugendherberge. Die Gruppe ist gerade beim Abendessen. (Wir hätten den Burger also gar nicht kaufen müssen, aber wie sagt man so schön: Im Nachhinein ist man schlauer.) 

 

Wir als Q2 haben die Ehre, das sogenannte „Mörder-Spiel“ zu organisieren, eine Tradition wie das „Herzblatt“ am letzen Abend – erfahrene Musiker:innen aus den letzten Jahren werden sich sicherlich an die eine oder andere lustige Szene erinnern. Keine Sorge, beim „Mörder-Spiel“ wird niemand umgebracht. Obwohl, wenn man es sich genau überlegt, werden manche Gemüter so heiß, dass man ihnen einen Mord zutrauen könnte. Naja, beim „Mörder-Spiel“ zieht jeder eine Karte und die wenigen, die ein M erhalten, sind Mörder und müssen die anderen disqualifizieren, indem sie ihnen einen Gegenstand in die Hand geben, ohne dass jemand anderes es mitbekommt. Ist man gestorben, trägt man sich in eine Liste ein und beim nächsten Essen stimmt man, ähnlich wie bei Werwolf, ab, wer wohl Mörder ist. Obwohl das Spiel immer legendär war, war es dieses Jahr wohl besonders legendär: Ein gewisser Q2 Schüler – natürlich nicht ich, ich käme nie auf so einen hinterlistigen Plan (oder etwa doch?) – brachte erfolgreich (fast) die ganze Musikfahrt um und zwar durch Maoam. (Obwohl es eine Serie gibt, die heißt, „Tote Mädchen lügen nicht“, bin ich mir ziemlich sicher, dass die „Überlebenden“ trotzdem lügen.) Nach der Einführung ins „Mörder-Spiel“ geht es zur Nachtwanderung durch den dunklen, unheimlichen Wald. Und dann hört man noch Schreie, Wolfsgeheul und die Oberstufe sitzt im Gebüsch. 

 

Doch bei der Musikfahrt geht es natürlich nicht nur um Mörder und dunkle Wälder, sondern vor allem um das Musizieren. Dieses Jahr waren aufgrund der aktuellen Situation alle Orchester und die Streicherklasse 6 gemeinsam ohne Chöre, die ja im Moment nicht proben dürfen, unterwegs. Die Streicherklasse probt mal mit Herrn Hirschhausen, mal wird sie von den älteren getutort; das Junge Orchester probt mal mit Herrn Hirschhausen, mal mit unserem Sprachassistenten Andrew Hesbacher und das Konzertorchester probt meistens mit Frau Hägele; Herr Hirschhausen lässt es sich allerdings auch nicht entgehen. Am Ende der Fahrt steht dann natürlich auch ein Konzert: Und ich kann sagen, mal wieder bin ich beeindruckt, wie gut vor allem die jüngeren Schüler:innen sind. Danach wird das Tanzbein geschwungen, obwohl man von dem freien Nachmittag in der kleinen, aber feinen Innenstadt von Velbert schon durchaus müde ist. 

 

12.11.2021 06:30 Uhr. Der Wecker klingelt, der Koffer schon am Vorabend – oder am sehr sehr frühen Morgen – gepackt und auf zum Frühstück, damit man rechtzeitig wieder beim LK ist; was man nicht alles für seine Bildung tut. Noch ein letzter Biss, die Instrumente kommen in den T5 und dann geht es für uns wieder los in Richtung Schule. 

 

Ein Blick zurück. Ich sehe zwar nicht viel durch die beschlagenen Scheiben, aber ich denke mir:

Das war es dann wohl, meine letzte Musikfahrt.

 

Alexander Lueg Q2

 


Kanuausflug der 6d

Am Freitag den 9.September 2021 machte die 6d einen Klassenausflug. Außerdem war die 6a dabei. Zwei Klassen unterwegs. So war das:

Zuerst sind wir mit einer Bahn zum Hauptbahnof gefahren.  Anschließend sind wir mit der U- Bahn nach Bochum Dahlhausen gefahren. Danach sind wir zur Ruhr gegangen und Guides haben uns alle Ausstattungen gegeben. Außerdem haben sie uns erklährt, wie man richtig Kanu fährt. Danach mussten  wir uns in Vierergruppen zusammen tun und und haben anschließend unser Kanu zur Ruhr getragen. Danach sind wir einzeln ins Kanu gestiegen. Anschließend sind wir in gleichem Takt die Ruhr entlang gefahren. Einmal mussten wir einen kurzen Zwischenstopp machen und unser Kanu ein Stückchen bis zum Wasser tragen. Danach sind wir weiter gefahren. Zwischendurch mussten wir auf dem Wasser warten, damit andere aufholen konnten. Wir waren circa zwei Stunden auf dem Wasser. Aber das war eigentlich ganz logisch, denn wir sind nach Essen Stehle gefahren. Als wir in Essen Stehle angekommen sind, haben wir gegrillt. Es gab viele leckere Speisen, die die Eltern zubereitet haben. Die Kinder haben viel miteinander gespielt und die Eltern haben sich unterhalten. Später gab es auch noch Stockbrot und die Kinder haben auch Gummibärchen und Äpfel gegrillt. Die Gummibärchen waren sehr klebrig und sie sind geschmolzen. Trotzdem konnte man sie essen. Insgesamt hat der Ausflug sehr viel Spaß gemacht!


10 Jahre NGB - eine Umfrage. 05.10.2021

Anlässlich des 10. Jubiläums des Neues Gymnasium Bochums hat die Schülerzeitung WIR eine Umfrage veranstaltet. Hier ist das vielseitige Ergebnis.

 

Im August 2007 beschloss die Stadtverwaltung Bochum die Gründung und den Bau des Neuen Gymnasium Bochums als Zusammenschluss der Albert-Einstein-Schule1 und des Gymnasiums am Ostring. Unsere Schule wurde bereits 2010 gegründet, obwohl die Bauarbeiten erst 2012 fertiggestellt waren. Seit 2010 sind nun bereits elf Jahre vergangen und auch das zehnjährige Jubiläum der Fertigstellung des Schulbaus steht kurz vor der Tür. Zur Feier dieses haben wir über die aus dem Unterricht bekannte Plattform Mentimeter von über 100 Mitglieder der Schulgemeinde Assoziationen und die schönsten Momente aus (fast) zehn Jahren Schulgeschichte gesammelt.  

 

Eine moderne Schule - Welche drei Worte verbindet ihr mit dem NGB? 

 

Der erste Teil der Umfrage sollte ermitteln, was die Schulgemeinde mit dem NGB verknüpft. Deshalb hatte jeder Teilnehmer und jede Teilnehmerin die Möglichkeit bis zu drei Worte, die er oder sie mit dem NGB verbindet, aufzulisten. Das Ergebnis wird von Mentimeter in Form einer sogenannten „Wordcloud“ dargestellt: Je größer ein Wort in dieser Grafik ist, desto häufiger wurde es auch in der Umfrage genannt. Folglich ist die häufigste Assoziation mit dem NGB modern. 

 

Während viele Assoziationen wie Lernen, Bildung oder Schule zu erwarten waren, sind andere erfreulich, überraschend und manchmal auch sehr spezifisch. Auf einige dieser lohnt es sich über dies hinaus genauer einzugehen: Beispielsweise steht das NGB für einen Befragten oder eine Befragte für „Bodenständigkeit“, während eine weitere Person es mit „Lebenshilfe“ verbindet. Wieder andere bezeichneten die Schule als „divers“, „lichtdurchflutet“ und „innovativ“. Doch einige hatten mit dem NGB auch eher kritischere Assoziationen: „kein Pädagogik LK“ [Leistungskurs], „kein Informatik“ oder die gleich zweimal erwähnten „alten Laptops“ fallen hier direkt ins Auge. Für viele auch ausschlaggebend scheint außerdem die „Hitze (und Kälte)“ zu sein, welche auch in Form von „Gewächshaus“ und „warm und viel Glas“ aufgegriffen wurde. Zuletzt sind sehr spezifische Assoziationen wie „genauso alt wie ich“, „kreidefrei“ oder „versiegelter Schulhof“ hervorzuheben. Ebenso wie das NGB ist das Ergebnis des ersten Teils der Umfrage also divers, modern und zumindest in großen Teilen schön. Um es in seiner Gesamtheit zu erfassen, genügt dieser kurze Text natürlich nicht, dafür sollte jeder die „Wordcloud“ selbst betrachten. Dabei wird einem sicherlich mindestens eine Assoziation sehr treffend vorkommen und vielleicht entdeckt man sogar eine, wenn nicht sogar mehrere völlig neue Sichtweise auf unsere Schule.  

 

Jeder Tag am NGB ist schön - Was war der schönste Moment, den ihr am NGB hattet? 

 

Im zweiten Teil der Umfrage sollten einzelne besonders schöne Momente (aus den letzten zehn Jahren) gesammelt werden. Neben den klassischen Nennungen wie Klassenfahrt, Abiball und Einschulung erreichten die Schülerzeitung eine Vielzahl von verschiedensten Berichten von kleinen und großen Momenten, von denen einige hier aufgelistet sind: 

  • Eröffnung der Schule - O-Ton eines Schülers: „Das ist für uns!“ 
  • Es ist vielleicht nicht mein schönster, aber doch ein sehr besonderer Moment, 2012 einer der ersten Schüler gewesen zu sein, die das neue Schulgebäude am ersten Schultag nach den Herbstferien betreten haben. - Ehemalige (Abitur 2019) 
  • Der schönste Moment war, nach dem langen Lockdown von März bis August in die Schule zurückzukehren, seine Freunde und Lehrer wiederzusehen und wieder, wie verrückt das auch klingt, den normalen Schulalltag genießen zu können. - Jahrgangsstufe 9 
  • Die ersten Tage, wo man sich noch neu kennengelernt hat und Spiele miteinander machte.  - Jahrgangsstufe 7 
  • Der beste Moment war, als ich angenommen wurde und zum ersten Mal an meinem ersten Schultag in die Schule und zu meiner Klasse ging, das Gefühl war als hätte man es geschafft. 
  • Der schönste Moment am NGB war für mich das erste Treffen mit der neuen Klasse. - Jahrgangsstufe 7 
  • Als ich an das NGB gekommen bin. Also mein erster Tag. Weil ich mich schon die ganzen Sommerferien darauf gefreut habe hier herzukommen. - Jahrgangsstufe 5 
  • Mein schönster Moment am NGB war das Kennlernen mit den neuen 5ern vor den Sommerferien, als mich 31 leuchtende Augenpaare voller positiver Erwartung, Neugier, Wissensdurst und ungeduldiger Vorfreude auf die neue Klasse am NGB angestrahlt haben.  
  • Der erste richtige Schultag nach der Einschulung 2020. - Jahrgangsstufe 5 
  • Die Weihnachtsfeier 2019 im Foyer.- Ehemaliger oder Ehemalige (Abitur 2020)  
  • Mein schönster Moment sind die verschiedenen Aktivitäten, die stattfinden, z. B. die Valentinsaktion - Jahrgangsstufe 9.  
  • Für mich war der Römertag und der Tag der offenen Tür immer besonders. Die Vorbereitung, die vielen Besucher, die tollen Aktionen und viel Spaß mit meinen Freunden. - Jahrgangsstuf Q2
  • Ich denke die allererste Karnevalsfeier am NGB - Jahrgangsstufe 9 
  • Die Schulfeste gehören definitiv dazu! - Lehrerin  
  • Das Weihnachtskonzert im Forum mit allen Lehrern und Schülern.
  • Die vielen schönen Weihnachts- und Sommerkonzerte -Jahrgangsstufe Q2 
  • Das gemeinsame Weihnachtssingen am letzten Schultag des Schuljahrs 2019. 
  • Lehrerausflug nach Holland! Viel Lachen und viele nette Gespräche im Lehrzimmer oder beim Lehrergrillen. 
  • Ich habe keinen besten Moment am NGB. Es ist immer schön mit der Klasse zu lachen oder Ausflüge und Klassenfahrten zu machen. 
  • Klassenfahrt in der 9. Klasse, da dieser als Abschied gut funktioniert hat. - Jahrgangsstufe Q1 
  • Einer der schönsten Momente für mich war vermutlich meine erste Theateraufführung hier an der Schule, Macbeth. Die Proben, die Nervosität, das Ensemble und das Pizzaessen hinterher werden immer eine besondere Erinnerung für mich sein. - Jahrgangstufe Q1 
  • Es ist unmöglich einen Moment zu finden. Man durchläuft so viele Phasen seines Lebens am NGB, dass viele Momente schön sind. Mit Sicherheit aber, dass man so viele Freunde gefunden hat. Man wird zu einer Gemeinschaft. - Jahrgangsstufe Q1 
  • Als wir Vertretung hatten und direkt auf der ersten Seite vom Vertretungsplan waren ohne warten zu müssen. Das war ziemlich schön. - Jahrgangsstufe 8 
  • Jeder neue´ Tag. 
  • Schöne Freunde gefunden zu haben. 
  • Jeder Tag am NGB ist schön. 

Wie auch die Assoziationen aus dem ersten Teil sind diese ausgewählten Momente aus zehn Jahren NGB vielfältig und natürlich sehr schön. Unter ihnen zu finden sind Geschichten von den Anfängen des NGBs über wiederkehrende und immer wieder beliebte Aktionen der Schulgemeinschaft bis hin zu der Aufregung vor der Einschulung insbesondere in den „Coronajahren“ 2020 und 2021. Und wenn selbst in einer globalen Pandemie, die unsere Leben wie nichts zu vor eingeschränkt hat noch schöne Momente am NGB zu finden sind, kann man berechtigt sagen, dass jeder sicherlich mindestens einen sehr schönen Moment in seiner Zeit an unsere Schule hatte.  

Deshalb gratuliert WIR, die Schülerzeitung am Neuen Gymnasium Bochum, unserer Schule, dem Kollegium, der Schülerschaft und allen anderen Mitgliedern der Schulgemeinschaft zum zehnjährigen Bestehen und schaut zuversichtlich auf mindestens die nächsten zehn Jahre.

   

Ole Weichsel EF

 


Ein Blick zurück auf das Schuljahr 2020/21

Am Ende des zweiten – von immer neuen Herausforderungen durch die Coronapandemie geprägten – Schuljahres am Neuen Gymnasium Bochum, wollen wir einen kurzen (unvollständigen) Blick zurückwerfen.

 

Das Schuljahr 2020/21 begann am 12. August wie jedes andere auch nach sechs Wochen Sommerferien, in denen trotz Corona mehr als genug Reisen ins In- und Ausland stattgefunden haben, die später zumindest teilweise auch zu den weitreichenden Schulschließungen führten. Doch mehr dazu im weiteren Verlauf. Zuerst konnten viele neue  5. Klässler:innen einen neuen Abschnitt ihrer schulischen Laufbahn beginnen, ebenso die neuen 10. und 11. Klässler:innen, welche nun in ihre Einführungs- beziehungsweise Qualifikationsphase eintraten. Die Stimmung in der Schule wirkte ziemlich normal. Begleitet von Erinnerungen an das stark von Corona geprägte Schuljahr 2019/20 und breiten gesellschaftlichen Diskussionen über die Maskenpflicht an Schulen, wurden Stundenpläne verteilt, Bücher ausgegeben und wochenlang Unterschriften auf Zeugnissen kontrolliert, bis auch wirklich jedes Zeugnis mindestens einmal, unter Einhaltung des Sicherheitsabstandes, vorgezeigt wurde. In unsere Klasse liegt der Rekord für das späteste Einreichen eines Zeugnisses übrigens bei einem Jahr, wobei immer noch nicht endgültig geklärt ist, ob das Zeugnis zum jetzigen Zeitpunkt bereits eingereicht wurde. Zwischenzeitlich war es sogar nicht mehr verpflichtend im Unterricht Masken zu tragen. Die Normalität schien zurückzukehren. All dies überschatteten langsam allerdings die bundesweit steigende Corona-Fallzahlen. Waren es am 12. August noch 1.320 Neuinfektionen, infizierten sich am 1. Dezember bereits 15.898 Menschen mit dem Virus. Als Folge des starken Wachstums der Fallzahlen waren die Weihnachtsferien bereits um zwei Tage verlängert worden. Doch weitere Maßnahmen kündigten sich an. Schließlich war das Ende der Beratungen über diese und die Vorstellung der neuen Maßnahmen auf Freitag, den 11. Dezember gelegt. Wie schon knapp ein ¾ Jahr zuvor, bei der Verkündigung der ersten monatelangen Schulschließungen, entschloss sich die Schreibwerkstatt der Schülerzeitung während ihres wöchentlichen Treffens am Freitag die Pressekonferenz des Landes NRWs zu verfolgen. Obwohl es absurd klingt, war bei beiden dieser Treffen eine gewisse Endzeitstimmung zu spüren, denn vor allem nach dem Durchlaufen der langen Schulschließungen im Frühjahr 2020 war uns bewusst, was ein weiterer „Schullockdown“ bedeuten würde. Verkündet wurde dann schließlich der verpflichtende Distanzunterricht für alle Schüler:innen der Stufen 8 bis EF und ein freiwilliger Distanzunterricht für die Schüler:innen der Stufen 5 bis 7. Eine weitere ungewohnte oder besondere Stimmung herrschte am selben Tag, als ich mit einem Freund und einer Freundin gegen 17:00 Uhr die Schule verließ und uns bewusst war, dass dies bis auf Weiteres der letzte normale Schultag war, an dem wir uns in dieser Form treffen würden, was uns auch zu einigen der letzten (wenn nicht den) letzten Schülern und Schülerinnen machte, die die Schule vor der Schulschließung verließen. Diese Annahme war leider zutreffend. Nach den Winterferien wurden die Schulschließungen mehrfach verlängert. Der Distanzunterricht war für viele, wenn nicht sogar die meisten geprägt vom langen Suchen nach Motivation, nur um, wenn diese gefunden wurde, von einem abstürzenden Moodleserver wieder demotiviert zu werden. Allerdings muss festgehalten werden, dass Moodle im Schnitt, wenn immer noch nicht vollkommen zufriedenstellen, sehr viel verlässlicher als in der ersten Phase des Distanzunterrichts war. Ich persönlich hatte sehr viel Spaß dabei viele Details und Features von Moodle erstmals zu entdecken. Meine Favoriten waren die Möglichkeit, sich alle Personen, die gerade online sind, anzeigen zu lassen und die spektakuläre Animation beim Löschen eines Abgabekommentars. Neben Moodle hatten wir außerdem die Plattform Microsoft Teams zusammen mit allen anderen Programmen von Office 365, die die Stadt Bochum allen Schülern und Lehrern im November 2020 zur Verfügung stellte. Dieses Paket machte den Distanzunterricht zugegebenermaßen um einiges erträglicher. Vor allem durch Videokonferenzen (die bitte nicht als „Vikos“ abgekürzt werden sollten), welche bestenfalls die Besprechung von vorher gestellten Aufgaben mit der Einführung und Bearbeitung neuer Aufgaben kombinierten. Die Einführung von Microsoft Teams sah nur einen einzige Verlierer: Logineo NRW. Bekannt ist Logineo den meisten sicherlich als Endung der Emailadresse vieler Lehrer:innen und obgleich dieses Emailprogramm für Lehrer:innen Verbesserungen brachte war eigentlich viel mehr geplant: Der Logineo Messenger sollte eine Art sicheres WhatsApp, bereitgestellt vom Land NRW werden, welcher sowohl die Kommunikation von Schüler:innen unter sich, als auch die (legale) Kommunikation zwischen Schüler:innen und Lehrer:innen ermöglichen sollte. Später sogar per Videokonferenz. Doch als das Programm nach jahrelanger Arbeit endlich veröffentlich wurde und die ersten Schüler:innen (ich eingeschlossen) auf ihren Account zugreifen konnten, erhielten wir Office 365° und Logineo NRW verlor schlagartig an fast aller Bedeutung (zumindest für die Schülerschaft). Dabei hat Logineo NRW (beziehungsweise der wirklich Messenger „Element“) einige sehr besondere Feature, wie das Pop-up-Fenster, welches Nuter:innen, nachdem sie ihr Smartphone geschüttelt haben, fragt, ob man, da man sein Smartphone aus Frustration schütteln würde, einen Fehler melden wollen würde. Trotzdem ist Logineo NRW erstmal eine Idee der Vergangenheit. Unsere Klassenchat mit sechs Mitgliedern besteht allerdings immer noch. Aber auch der ewig scheinende Distanzunterricht hatte sein Ende und kurz vor den Osterferien kehrten wir, zumindest im Wechselunterricht, in die Schule zurück. Neu waren jetzt neben den fast schon unbekannten Gesichtern der Klassenkameraden die Schnelltests, welche erstmals am 23.03.2021 auf freiwilliger Basis stattfanden. Darauf folgten die Osterferien und eine sehr verwirrende Zeit zwischen Wechsel- und Distanzunterricht mit Diskussionen über die zweimal wöchentlichen Testungen, welche am 10.04.2021 offiziell wurden. Festzuhalten aus dieser Zeit ist also eine weitere kurze Phase des Distanzunterrichts, vor der sich ein sehr interessantes bürokratisches Drama zwischen der Stadt Bochum und dem Land NRW ereignete: Am Abend des 19. Aprils schlug die Stadt Bochum dem Land NRW vor, die Schulen in Bochum aufgrund der wieder steigenden Fallzahlen zu schließen. Die Antwort des Landes lässt sich mit: „Nein“ zusammenfassen. Kurz danach wurde die bundesweite Corona Notbremse beschlossen, welche dann doch erneute Schulschließungen in Bochum bedeutete. Beendet wurden diese am 10. Mai mit einer erneuten Schulöffnung, und zwar in Form von Wechselunterricht mit zwei Schnelltests pro Woche. Der Wechselunterricht wiederum endetet am 31. Mai mit einer kompletten Schulöffnung. Und nun sind wir hier: Am Wochenende vor der Zeugnisvergabe teils mit Vorfreude auf die Sommerferien, teils mit (zum Beispiel) Sorgen vor der Einführungs- oder Qualifikationsphase. Der Anfang des Schuljahrs 2021/22 wird, auch wenn er grade noch knapp sieben Wochen entfernt liegt, schneller kommen als man denkt. Wieder werden viele neue 5. Klässler:innen einen neuen Abschnitt ihrer Schullaufbahn beginnen, ebenso die oben erwähnten 10. und 11. Klässler:innen. Wieder werden Stundenpläne verteilt, Bücher abgeholt und Zeugnisse kontrolliert werden. Trotz Corona wird es uns mit etwas Optimismus, einigen Tests und Masken also hoffentlich wieder gelingen den Schulalltag so gut wie möglich „normal“ zu durchlaufen, nur dass wir dieses Mal hoffentlich auf den Distanzunterricht verzichten können. Abschließend lässt sich sagen, dass obwohl der Distanz- und Wechselunterricht noch nicht allzu weit zurückliegt, er von mir persönlich und vielen anderen auch bereits stark ausgeblendet wurde und der Fokus auf dem „normalen“ Präsenzunterricht liegt. Das zeigt uns doch, dass der Wiedereinstieg in den Normalbetrieb gut gelungen ist und dieser für die meisten ein, zumindest etwas, positives Erlebnis war.  

Dieser Artikel ist natürlich kein vollständiger Rückblick auf das Schuljahr 2020/21 und viele Ereignisse konnten nicht (ausführlich) erwähnt werden: Das Projekt „Frieden“, der digitale Tag der offenen Tür oder auch das verfrühte Zurückkehren der Q1 und Q2 in die Schule beispielsweise. Vielleicht kann sich deshalb jede:r für sich persönlich etwas Zeit nehmen nach der Zeugnisvergabe über das Jahr nachzudenken und es gewissermaßen Revue passieren lassen. Fällt einem dabei noch etwas Schönes und/oder Wichtiges ein, was hier noch nicht ausreichend besprochen wurde, wäre das ja eine schöne Idee für einen Artikel.  

So oder so schaue ich zuversichtlich auf das Schuljahr 2021/22 und wünsche allen bis dahin schöne Sommerferien. 

 

Ole Weichsel EF

 


Ein Himmel voller Wünsche 21.09.21

Der Einstieg in die neue Schule mit Maske, Abstand und ohne richtiges Kennenlernen? - So erging es den Fünftklässlern letztes Jahr, aber was wird die neuen fünften Klassen dieses Jahr erwarten?

Bochum, den 18.06.2021: Aufgeregtes Gemurmel, reger Blickaustausch, die Suche nach bekannten Gesichtern. Gebannt schauen die älteren Schüler aus ihren Klassenräumen in den von der Sonne aufgewärmten Innenhof und warten bis die Fünfklässler ihre Ballons in den Himmel steigen lassen.  So haben die meisten Schüler:innen des Neuen Gymnasium Bochums ihren ersten Schultag in Erinnerung. Doch das Coronavirus wirbelt alles durcheinander. So könnte es auch im August beim Start ins neue Schuljahr der Fall sein.

 

Herr Eberwein, einer der Unterstufenkoordinator:innen am NGB, plant aktuell nur mit einem Szenario: Die Fünfklässler kommen in voller Klassengröße in die Schule, wenn auch mit Hygieneregeln wie Maskenpflicht. „Ich hoffe, dass alle Kinder ab dem neuen Schuljahr wieder ganz normal zur Schule gehen können, ohne Test und ohne Maske!“, wünscht sich die Mutter der 9-jährigen Amelie. Ihr Mitschüler Lars bringt es auf den Punkt, denn ihm hat ein „maskenfreier Mund“ gefehlt. Für Sarah Tönges, deren Tochter Paulina bald aufs NGB wechselt, ist es wichtig, dass es nicht erneut zu Homeschooling oder Wechselunterricht kommt. Julia Röpert, Mutter einer 4-Klässlerin, pflichtet dem bei. Sie ergänzt: „So werden die Kinder bestmöglich gefördert und wir Eltern können beruflich ohne weitere Belastungen arbeiten.“ Andere Eltern hoffen darauf, dass Schülerzusammenballungen vermieden werden.

 

Der Distanzunterricht muss aber nicht unbedingt negativ behaftet sein, findet die Unterstufenkoordinatorin Frau Worms-Eichelsbacher, denn beispielsweise der Streicherklassenunterricht erfolgte im Distanzunterricht in kleinen Gruppen aus drei bis vier Schüler:innen über Videokonferenzen. Herr Hirschhausen, Streicherklassenlehrer des NGBs, kann sich diesen Unterricht auch im nächsten Lockdown vorstellen. Damit könnte der Wunsch nach Streicherunterricht der 9-jährigen Josephine erfüllt werden. Im Unterricht als Wechselmodell gab es „normalen“ Musikunterricht in den Klassen. 

 

Jedes Unterrichtsmodell bringt seine Vor- und Nachteile mit sich. Aber der größte Nachteil bleibt der ständige Wechsel zwischen den Modellen. Auch Herr Eberwein sieht ein Problem darin. „Gerade weil die Kinder, was man sich gar nicht so vorstellen kann, sehr stark emotional belastet sind.“ Für die Grundschullehrerin der Lina-Morgensternschule in Altenbochum, Frau Lietschulte, steht fest, „wenn Eltern im Homeoffice gearbeitet haben, fühlten sich die Kinder häufig überflüssig oder haben sich als störend empfunden.“ Auf der anderen Seite sieht sie aber auch die Verzweiflung der Eltern. Am NGB möchte man diesen Gefühlen etwas entgegensetzen. Frau Magdanz und Frau J. Wagner werden ab dem nächsten Schuljahr in den Eingangsklassen Achtsamkeitstraining einführen. Dafür hat sich Frau Wagner weiterbilden lassen. In den nächsten Jahren soll dies auch auf andere Jahrgangsstufen ausgeweitet werden. Noch fehlen aber an der Schule die passenden Fachkräfte, um schneller auf die emotionale Situation der Schüler:innen einzugehen, meint Herr Eberwein. Geplant ist jedoch, ein „zweites Standbein für die Schüler“ an der Schule zu schaffen.

 

Der Grundschuhlehrerin Barbara Lietschulte sind von Seiten der Eltern die Sorgen um mangelnde Struktur im Alltag und beim Lernen nahegelegt worden. Sie selbst sagt: „Den Kindern fehlt viel begleitete Übungszeit.“ Zwar haben die Schüler:innen gelernt, ihre Aufgaben für den Distanzunterricht abzuholen, ihnen fehlen hingegen Partner- und Gruppenarbeiten. Der Pandemiesituation geschuldet, können sowohl Eltern als auch Lehrer:innen nicht einschätzen, über welchen Wissensstand die Kinder im Vergleich zu anderen Kindern verfügen. In den vergangenen Jahren hatte das Neue Gymnasium einen Austausch mit den Grundschulen, um den Stand der Schüler:innen feststellen zu können. Doch gerade in der schwierigen Coronazeit blieb dieser aus, obwohl er umso mehr gebraucht wurde, erzählt Herr Eberwein.

 

Dies führt zu Sorgen bei den zukünftigen 5.-Klässlern und ihren Eltern. „Ich habe etwas Angst, dass ich ein paar Klassenarbeiten nicht schaffe“, sorgt sich Lars. Paulina meint ebenfalls: „Ich habe aber auch Angst, dass ich schlechte Noten bekomme.“ Inwieweit der fehlende Unterrichtsstoff aus Klasse 4 nachgeholt wird, beschäftigt auch die Eltern. Obwohl den Lehrkräften die Einschätzung fehlt, können sie die Schüler:innen beruhigen, wie die Mathelehrerin und Unterstufenkoordinatorin  Frau Worms-Eichelsbacher erläutert. „Da versuchen wir Fachlehrer den Kindern die Furcht zu nehmen und zu sagen: Seid unbesorgt, wir bringen euch alle auf einen Stand und werden genau diese Dinge noch einmal wiederholen, vielleicht auch vertiefen, aber ihr werdet am Ende der 5 ein gutes Polster haben, auf dem ihr weiter aufbauen könnt.“ 

 

Inwiefern die Eltern Ängste und Sorgen haben, können die Lehrkräfte erst nach dem Kennlerntag feststellen, erzählt Frau Worms-Eichelsbacher weiter. Julia Röpert empfindet die Kennenlerntage für die Kinder auch als schöne Möglichkeit, ihre Klassenlehrer:in und Mitschüler:innen kennenlernen zu können. Nach den anstrengenden Monaten im ständigen Wechsel zwischen Distanz- und Präsenzunterricht, Homeoffice bei den Eltern und Vorbereitungen auf das kommende Schuljahr, wünschen sich Eltern wie Ilka Koke einen „sanften Einstieg in den Unterricht und Hausaufgaben“. Frau Wallscheid, Lehrerin einer jetzigen 5. Klasse am NGB, hat die Einführungsphase mit ihren Schüler:innen  unter Coronaauflagen erlebt. Sie berichtet, dass viele, in den vorherigen Jahren durchgeführten Aktionen, wie eine Schulralley, Ausflüge oder Kontakt mit den Paten weggefallen sind. Gerade die Ausflüge hat die 9-jährige Amelie auch an der Grundschule sehr vermisst. Das bestätigt auch ihre Lehrerin. Die 5-klässlerin Mieke sieht es ähnlich: „Ich glaube wir haben eine gute Klassengemeinschaft (…), aber wir hatten während Corona keine Klassenfahrt, und ich glaube, die Klassenfahrt bringt die Klasse noch mehr zusammen.“ Ihre Mutter vergleicht die Entwicklung der Klassengemeinschaft mit der ihrer älteren Schwester. Sie kommt zu dem Ergebnis, dass sie sich während der Coronazeit langsamer entwickelt hat.

 

Gemeinschaftserlebnisse wie das Steigenlassen der Ballons zu Beginn der Schulzeit sind den neuen Schüler:innen des NGBs zu wünschen, genauso wie dass jeder ihrer damit verbundenen Wünsche in Erfüllung geht und das die Ängste zerplatzen. Soraya aus der 4. Klasse haben ihre Freunde gefehlt. Sie hofft, dass sie nun alles gut schaffen wird. Ihr Mitschüler Johannes freut sich auf das Schließen neuer Freundschaften. „Angst habe ich davor, dass die Lehrer und Lehrerinnen nicht mehr so nett sind.“, fügt er hinzu. Die Unterstufenkoordinatoren arbeiten daran, diese und andere Sorgen zu nehmen. Leicht fällt die Situation niemanden, auch Frau Lietschulte nicht: „Ich habe das Gefühl nicht fertig zu sein und die Schüler „unfertig“ ihrem Schicksal überlassen zu müssen. Gleichzeitig bin ich zuversichtlich, dass alle Kinder abgeholt werden, wo sie sind und bestärkt werden, weil die Sek1 Lehrer die Pandemie ja ebenfalls durchlebt haben.“  

 

Reportage von Hannah Wiggershaus


Eine Reise ins Paradies 21.09.21

Eine Gruppe von Jugendlichen und Lehrer*innen macht sich auf den Weg, um eine Insel mitten im Indischen Ozean zu erkunden: La Réunion.

Bochum, 13.10.2016, 8:15 Uhr. 18 Koffer rollen über den Schulhof vom Neuen Gymnasium Bochum. In nur wenigen Minuten startet für eine Gruppe von 15 Schüler*innen und 3 Lehrer*innen eine lange Fahrt zu einem unvergesslichen Ziel. Die Vorfreude ist riesig, denn die Schüler*innen können es kaum erwarten zu der Insel La Réunion aufzubrechen, wo sie die nächsten zwei Wochen verbringen werden. 

 

La Réunion ist eine Insel, die mitten im Indischen Ozean liegt, östlich von Madagaskar und gehört dennoch zu Frankreich. Der Austausch dorthin ist möglich, da das NGB eine Europaschule ist. Die Schule hat also mehr Fremdsprachenangebote, internationale Projekte und Partnerschaften. Das heißt, auch viele Partnerschulen in Europa. 

 

Als alle in den Schulbus eingestiegen sind, welcher sie direkt zum Pariser Flughafen bringt, wird eines klar: die große Reise beginnt jetzt! Es herrscht Gefühlschaos zwischen den Sitzen: von Aufregung und Freude, weil es endlich losgeht, bis hin zu Trauer, weil man die Familie für die nächsten 14 Tage verlassen muss. 

 

Und obwohl es Mitte Oktober ist, sind die Koffer vollgepackt mit kurzen Sommersachen. Denn es geht auf die andere Erdhalbkugel, wo gerade der Sommer beginnt. “Der Nachtflug dauerte ganze 12 Stunden, aber mit Musik hören und Filme schauen verging die Zeit sehr schnell” berichtet Diana. 

 

Als die Reisenden dann endlich gelandet sind, werden diese schon von ihren Gastfamilien erwartet. Die Schüler*innen des NGB kennen die reunionäsischen Schüler*innen bereits, da diese letzten Frühling nach Deutschland gekommen sind, um unsere Kultur und Lebensweise kennen zu lernen. In den ersten Tagen verbringen die Schüler*innen viel Zeit mit den Gastfamilien und am Bassin Bleu , einem See, der den Indischen Ozean mündet. Aber auch eine Kennlernrunde mit allen Schüler*innen, Lehrer*innen und Gastfamilien darf nicht fehlen. Mit einem Picknick am l`Ermitage-Les-Bains wird diese eingeweiht und endet, wer hätte es gedacht, mit einem Besuch am Strand. 

 

Eine von der Gruppe besuchte Sehenswürdigkeit ist unter anderem auch die Kirche Notre-Dame Les Laves. Sie blieb von den vielen Lavaströmen verschont und dient als gute Fotolocation. Sehr interessant ist aber auch der Besuch eines Wochenmarktes. Dieser ist zwar teuer ,aber dennoch findet man dort etwas für jeden Anlass. Es gibt auch einen madagassischen Wochenmarkt in der Hauptstadt, welcher deutlich günstiger ist. Natürlich gibt es auch reichlich Wasseraktivitäten wie z.B. Rafting, Tauchen, Kayak fahren, Klippen springen und natürlich auch schwimmen im See oder im Ozean.  An einigen Tagen ist das Schwimmen im Ozean jedoch schwierig, da dort manchmal ganz nah am Ufer Haie lauern. Um diese näher zu sehen wird auch einmal eine Kreuzfahrt veranstaltet, wo man mit einem Kreuzfahrtschiff weit ins Meer hinaus schwimmt um Haie und Delfine zu beobachten. Jedoch hat man nach so viel Kontakt mit Wasser irgendwann genug davon, da bin ich mir sicher. 

 

„Mein persönliches Highlight war die Wanderung in den Talkessel. Dies ist ein Dorf ohne Straßen, dadurch ist die Natur dort auch unberührt. Das Dorf wird über einen Hubschrauber versorgt, da es dort keine Autos gibt.“ sagt Frau Klein, die selber mal Teil des Austauschs war. 

 

Auch sehr interessant ist das Reinschnuppern in den Unterricht der Partnerschule, das Collége du Bassin Bleu. Man erfährt vieles über den Lehrplan und den Unterricht, aber auch reichlich über die Kultur und Lebensweise der Menschen auf La Réunion. „Uns wurde von einigen Schüler*innen der Schule reunionäsische Musik vorgespielt, und zwei Schülerinnen tanzten dazu“ erzählt Diana begeistert. Die Lehrer dort sind strenger und die Schüler sind sehr diszipliniert. Die Regeln und der Dresscode sind auch strenger. Zum Beispiel, wird das Eingangstor während des Unterrichts durchgehend von der Sekretärin überwacht. 

 

In der Kantine gibt es zum Mittagessen zwar häufig unspektakuläres Essen, jedoch ist die Nahrung auf der Insel oft etwas außergewöhnlich. Auf die Frage, ob das Essen dort ungewohnt war, antwortete Frau Klein:“ Ja, aber total lecker! Es gibt zu fast jedem Gericht Reis und Bohnen, häufig auch Hähnchenfleisch oder Gemüse. Und natürlich sehr leckeres Obst.“ 

 

Am 26.10 ist der Austausch dann auch schon zu Ende und es geht zurück nach Bochum. Und obwohl es nur 2 Wochen waren, sind teilweise Freundschaften zwischen den Schüler*innen entstanden, die Jahre lang halten. Dieser Austausch bleibt einem für immer in Erinnerung. Und wer weiß, vielleicht kommt man ja nochmal zurück auf die Insel, ins Paradies. 

 

Reportage von Anja Molotnikov


Unser Start am NGB 26.02.2021

Wir sind Estella , Nelly und Elin. Seit dem 12. August sind wir am NGB und wollen euch von dem Start am NGB erzählen!

Der Klassenraum war mit den Postkarten,die wir aus den Ferien mitgebracht haben, dekoriert. Die ersten zwei Tage waren Kennenlerntage. Unsere erste Hausaufgabe war es, einen Steckbrief     über uns selber zu schreiben.In den Kennenlerntagen haben wir außerdem noch unsere Lehrer/innen kennengelernt. Sie sind alle sehr nett. Der Unterricht war in den ersten Tagen relativ leicht, doch dann wurde es schwieriger.

 

Fach

Lehrer/innen

BIOLOGIE

Hr. Pahsen

ENGLISCH

Fr. Timmer   (Klassenlehrerin)

DEUTSCH

Fr. Magdanz  (2..Klassenlehrerin)

SPORT

Hr. Blaut

POLITIK

Fr. Götze

PHYSIK

Hr. Hundt

MATHE

Fr. Kemper

RELIGION

Fr. Busch

MUSIK

Hr. Hirschhausen

KUNST

Fr. Timmer  (Klassenlehrerin)

 

Die Lehrer interessieren euch wahrscheinlich nicht, da ihr andere bekommt, aber diese Fächer bleiben gleich. Ab der 7. Klasse bekommt ihr neue Lehrer. 

Wenn ihr ins NGB herein kommt, seht ihr auf der linken Seite die CAFETERIA. Sie bietet sehr viele leckere Sachen wie Pizzasticks, Schokobrötchen, Schokoriegel, M&Ms. Natürlich gibt es auch gesunde Lebensmittel wie Äpfel, Brötchen mit Salat, Joguhrt.

Die Cafeteria ist super, wenn man mal wieder sein Pausenbrot vergessen hat oder noch einen kleinen Snack gebrauchen kann.

Dann ist auf der rechten Seite die Mensa, man kann von Zuhause aus entscheiden, welches Gericht man essen will.

Eins von den beiden gefällt uns immer am besten.

Wir sind zwar noch so lange hier aber was wir schon sagen können

 

WIR HATTEN SCHON EINE SUUUUUUPER COOLE ZEIT!

 

Estella, Elin und Nelly (5d)


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Poetry Slam in der Klasse 8c 11.12.2020

Was ist ein Poetry Slam? Wie sind die Regeln? Und wer hat gewonnen?

Am 18.9.2020 wurde in der 8c ein Poetry Slam veranstaltet. Ein Poetry Slam ist ein Dichterwettstreit. Jeder Dichter wird vom Publikum bewertet. Ein Auftritt dauert 5-7 Minuten und es dürfen nur selbst geschriebene Texte vorgestellt werden. Außerdem sind Verkleidungen verboten. Den Wettbewerb gewonnen hat das Duo MC Jou Pa Venom LK mit dem Gedicht ,,Bochums verschiedene Seiten“. Hier ein Außschnitt:

 

Bochums verschiedene Seiten

 

 

 

Bochum wo viele Menschen leben

Kann man viele Sachen sehen

Geschäfte egal wohin man blickt

Jede Pflanze hier erstickt

 

Industrie ist niemals wegzudenken

Arbeitsplätze zu verschenken

Aber wirklich wunderbar

Sagen selbst die Bochumer

 

Typisch für die Metropole

sind der Fußball und die Kohle

Spielt der Verein mal in der Stadt

Dreht der Fußballfan am Rad

  

Denn wen der Fußballfan erblickt,

Wie der VFL so kickt

Sind die Fans ganz aus dem Häuschen

Machen einige Geräuschen…

 

 

 Kilian Pfortje (8c)



Der Abraham Pokal    13.02.2020

Er steht an unserer Schule.Wir alle sehen ihn aber niemand weiß die wahre Geschichte. Wieso steht er hier ? Warum gibt es Ihn? Wie ist seine Geschichte? Was ist sein Ziel, welche Projekte werden verfolgt? Und vor allem, was haben wir mit ihm zu tun ?

Zuerst sollten wir wohl die Frage klären, wo der Abraham Pokal an unserer Schule steht.

Falls ihr das noch nicht wisst, geht doch mal in die Mensa!

An den Ort, wo die meisten fast täglich sind. Dort wird er in Form eines Bildes (siehe oben) symbolisiert. Lasst uns zunächst mit der Frage, wieso er an unserer Schule steht, beginnen.

 

Das Besondere an diesem Pokal ist, dass er nicht als „Preis“ verliehen wird, sondern als Aufforderung. Eine Aufforderung, welche versucht, unsere Schule zu einem besseren Ort zu machen, indem wir dazu aufgerufen werden, uns aktiv gegen Rassismus und Ausgrenzung zu stellen und unsere Schule zu einem besseren und sicheren Ort für alle zu machen.

Dies haben wir vor kurzem wahrgenommen, als die ganze Schule eine Schweigeminute hielt, da in Hanau unschuldige Menschen, aufgrund ihres ausländischen Hintergrunds wahllos umgebracht wurden. Unsere Schule hat damit nochmal deutlich gemacht, dass wir so etwas in keiner Form tolerieren und uns aktiv dagegenstellen.

Um jeden Menschen aufzurufen, sich gegen solche Taten zu stellen, steht der Pokal an Schulen, wie zum Beispiel an unserer.

 

Er heißt Abraham Pokal, da Abraham als Symbol der Verbindung angesehen wird. Abraham wird von den drei großen Religionen als Glaubensvater (Juden, Christen, Muslimen)  anerkannt.

Den Abraham Pokal gibt es seit dem Jahr 2006. Über 12 Schulgemeinschaften haben dem Abraham Pokal 12 Monate einen Platz in ihrer Schule geboten und sind besonders in dieser Zeit seinen Anforderungen gefolgt.

Ich habe mich dazu entschlossen, einen Experten persönlich zu dem Abraham Pokal zu befragen, hier kommen die Ergebnisse des Interviews mit Herrn Vollert;

 

Ich wollte etwas über die Erfolge des Abraham Pokals, die Projekte und seine eigene

Meinung zum Ganzen erfahren.

Der Abraham Pokal wird vom Jugendring organisiert, welcher viele Projekte leitet, um an das Ziel zu erreichen, die Welt zu einem besseren und sicheren Ort für alle von uns zu machen .

An unserer Schule wurden dementsprechend schon Projekte durchgeführt.

Im 7. Jahrgang zum Beispiel wurde sich ausführlich mit diesem Thema befasst. Es wurde unter anderem über Vorurteile gegen Ausländer, den Islam und die jüdische Kultur gesprochen.

Herr Vollert selbst arbeitet mit seinem Geschichtskurs an einer Erinnerungsstelle in Form einer Tafel mit Informationen, die an dem einst tragischen Platz am Hauptbahnhof Nord,

den wir mit Sicherheit alle kennen, platziert werden soll. Dort, wo wir heute unbeschwert shoppen gehen, wurden vor einigen Jahren Juden deportiert, was leider schon sehr in Vergessenheit geraten ist.

Seit den Projekten zeigen sich deutliche Veränderungen der Schüler. Sie zeigen mehr Interesse und gehen aufmerksamer mit diesem sensiblen Thema um.

Natürlich gibt es dagegen auch Einzelfälle, wie es Herr Vollert schon selbst erlebt hat.

Diese wenigen, jedoch vorkommenden Fälle, stellen sich aktiv dagegen, etwas zu diesem Thema zu lernen, beziehungsweise zeigen sich wenig kooperativ, ihre voreingenommene Meinung zu ändern. Stellt ein Schüler sich dagegen, wird versucht mit Gesprächen etwas gerade zu rücken. Man versucht immer sein Bestes zu geben. Aufgrund all dessen ist Herr Vollert der Meinung, der Abraham Pokal bewirke etwas, und auch ich denke, er kann unser ganzes Miteinander positiv beeinflussen, wenn wir uns darauf einlassen.

 

 

Quelle: https://www.jugendring-bochum.de/interkulturelles/abraham-pokal/


Bochum, wir komm' aus dir!

07.02.2020

Schüler*innen der Klasse 8C schreiben Fortsetzung zu Herbert Grönemeyers Heimatlied Bochum

 Als Abschluss der Unterrichtsreihe “Mit allen Sinnen erfahren – die Großstadt in Songs und Gedichten“ (Großstadtlyrik) haben die Schüler*innen der Klasse 8C in einer Gruppenarbeit eine weitere Strophe für den Kultsong „Bochum“ von Herbert Grönemeyer geschrieben. In dem 1984 erschienenem Lied beschäftigt sich Grönemeyer mit Bochum: Mit den schönen sowie eher unschönen Seiten der Stadt. Außerdem erklärt er, warum er Bochum so sehr mag.

Diesen Inhalt galt es beizubehalten, weshalb vor dem Schreiben der neuen Strophe vier Kriterien festgelegt wurden, die beim Fortführen eines Liedes eingehalten werden sollen: Die neuen Strophen sollten einen inhaltlichen Zusammenhang mit dem Liedtext haben, also dasselbe Thema; Sie sollten die Gefühlslage des lyrischen Ichs und des lyrischen Dus beibehalten, also die Gefühle von Herbert Grönemeyer für die Stadt Bochum; Die sprachliche Gestaltung der Strophen sollte der des Liedes gleich sein, und der formale Aufbau der Strophe sollte derselbe sein wie im Lied.

Nachdem alle Kriterien besprochen worden waren, hatten die Gruppen 20 Minuten Zeit, ihre Strophen zu schreiben. Diese sollte aus der heutigen Sicht verfasst werden, dem 36 Jahre alten Lied sollte also etwas Modernes hinzugefügt werden. Nachdem alle Strophen vorgetragen, besprochen und eventuell noch verändert wurden, blieben sechs fertige und neue Strophen übrig:

 

 

Bochum

 

Die neue Universität 

Beschreibt deine Identität

Tief im Westen

Da wo sie steht

Und die Sonne untergeht

 

Du glänzt sogar im Winter

Lebst ohne Big Ben

Bist die Blume der Ruhr

Bist jedoch 'ne ten von ten

Und wir immer zu dir zähl'n 

 

Du lässt das Graue verblassen

Von Zeit zu Zeit 

Der Stollen ganz verlassen

Das Wissen wächst wie Unkraut am Ende des Schlots

Das Grüne gehört zu uns

 

Dein Grubengold ist längst Geschichte

Strahlst jetzt mit deiner Vielfalt

Und lässt alle Rassisten kalt

Das was dich besonders macht

Ist, dass das Grüne wieder lacht

Das hätte niemand je gedacht 

 

Du hast dich verändert

Heute bist du ein Meer des Wissens

Die Ruhr Uni hat zwar ihre Risse

Und Musik hört man überall

Auf der Straße und im Schauspielhaus

Doch trotzdem bist du noch gleich.

  

Nun hast du dich geändert

Und deine Industrie verschwand 

Doch wer ganz genau schaut

Findet immernoch dieselbe Wand

Die dort einmal voller Kohle war

 

 

 Die Unterrichtsreihe wurde von der Referendarin Frau Kalinasch geleitet.

 

Ole Weichsel, 8c

 


Fleißige Helfer machen die Umgebung vom NGB sauber  14.06.2019

Am 5. April machten freiwillige Helfer die Umgebung vom NGB sauber.

Um 13:35 Uhr trafen sich die freiwilligen Helfer, um die Umgebung zu reinigen. Vom USB wurden Warnwesten, Schutzhandschuhe, Müllbeutel und Zangen gesponsert. Die Helfer teilten sich in drei Gruppen mit je circa zwei Lehrern auf. Sie gingen zum Beispiel durch und um den geologischen Garten. Dort fanden sie viele interessante Gegenstände, zum Beispiel einen Regenschirm und zwei Christbaumkugeln. Um 16 Uhr war auch die letzte Gruppe wieder an der Schule. Insgesamt befüllten die Müllsammler acht volle Müllbeutel. Am Ende wurden noch Fotos für die Homepage gemacht. Vielleicht bekommt ihr jetzt auch Lust, euch für die Umwelt einzusetzen.

 

Ein Bericht von Christina, Yu-Chan und Charlotte (6C)

 


Das Museum unter Tage

24.05.2019

Ein Museum für Landschaftsmalerei vom alten China bis heute in Bochum-Weitmar.

Das Museum unter Tage ist in Bochum-Weitmar, direkt gegenüber der Schlossruine mit dem sogenannten Kubus. Das Museum liegt unterirdisch und ist ca.1.500 m2 groß. Die Dauerausstellung ,,Weltsichten“ über Landschaftsmalerei ist auf zwei Dritteln der Fläche untergebracht, die Fläche für die Wechselausstellungen ist in einem Drittel des Museums untergebracht. Das Museum wurde 2015 eröffnet.

 

 

In der Dauerausstellung sind ca. 350 Gemälde, unter anderem von Giovanni Bellini, David Teniers, Gustave Courbet und Pablo Picasso, aber auch moderne Kunst und chinesische Malerei ausgestellt. Nebenbei gibt es auch Video-Sound Installationen.

 

 

Das Museum ist von Mittwoch bis Freitag von 14 bis 18 Uhr und am Samstag und Sonntag von 12 bis 18 Uhr geöffnet. Für Kinder unter zwölf Jahren ist der Eintritt frei, für 13 bis 18 Jährige kostet der Eintritt drei Euro und für Erwachsene fünf Euro.

 

 

Das Museum ist sehr spannend vor allem für die, die sich für Kunst interessieren, aber auch für alle anderen gut zugänglich.

 

 

,,Angefangen bei Vorläufern aus dem 15. und 16. Jahrhundert reicht das Spektrum der 'Weltsichten' bis in die globalisierte Gegenwart und gibt somit auch Raum für verschiedene Darstellungsformen: vom klassischen Ölgemälde über Fotografien hin zu raumfüllenden Video-Installationen.“

 

schrieb die Rheinische Post.

 

 

Jonathan Radkowski

 


Digi-Camp der 9. Klassen                                        01.05.19

Die Jahrgangsstufe neun lernt digitale Medien in eigenem Sinne sicher zu nutzen

 

Für drei Tage konnten wir in die wunderbare Welt der digitalen Möglichkeiten und der sozialen Medien eintauchen und sogar selbst bei vielen verschiedenen Unterthemen mitwirken. Denn, vom 09.-11.04.2019 fand das Digi Camp für die 9. Jahrgangsstufe an unserer Schule statt.

 

Am ersten Tag trafen wir uns für die Begrüßungsrede und einen kurzen Einblick in das Thema „Hacking und sichere Passwörter“ um 08:15 Uhr in der Aula. Ein junger Mitarbeiter der durchführenden Unternehmen erklärte, wie einfach es teilweise ist, Zugänge mit nicht ausreichend sicheren Passwörtern zu hacken. Weiter wurde gezeigt, wie man herausfindet, ob sein eigener Zugang gehackt wurde. Danach wurden wir in vier Gruppen eingeteilt, in denen wir jeweils vier Workshops besucht haben. Die behandelten Themen waren bewusster Umgang mit sozialen Medien, Risiken und Gefahren im Netz, Fitness gegen Rückenbeschwerden bei zu langem Sitzen und gesunde und ausgewogene Ernährung. Am Ende des Tages gab es noch ein Resümee in der Aula, nach welchem wir um 13:30 Uhr entlassen wurden.

 

Für die beiden darauffolgenden Tage, nahmen wir an verschiedenen Workshops teil, die wir uns aus sechs verschiedenen Themen vorab ausgewählt hatten. Da nicht immer die Vorauswahl der Workshops den Schülern/innen zugeordnet werden konnte, erfuhren wir durch aushängende Listen, an welchem Workshop wir in welchem Raum teilnehmen würden.

 

Im Workshop „Journalismus im digitalen Zeitalter“, erstellten die Schüler/innen einen Account auf beispielsweise Instagram und lernten, sich beim Posting auf ein Thema zu spezialisieren und dies zum Ausdruck zu bringen.
Der Workshop „Smart Photography“, brachte den Teilnehmer/innen die Kunst der Fotografie näher und gab entscheidende Tipps für perfekte Fotos und Bearbeitungen.
Im Workshop „YouTube – Broadcast yourself“, lernten die Schüler/innen das eigene Drehen sowie die Bearbeitung von Videos und wie man sich selbst am besten produziert. Geleitet wurde dieser Workshop von dem YouTuber Sebastian Meichsner, der einer der Betreiber des YouTube-Kanals „BULLSHIT TV“ ist und auch einige Fans an unserer Schule hat.
Ein weiterer Workshop namens „Instagram entdecken“ handelte davon, wie man perfekte Instagram-Posts macht und wie man ein guter Influencer wird.
Der Workshop „Bloggen wie es dir gefällt“, brachte den Teilnehmer/innen bei, was einen Blog ausmacht und worauf beim schreiben geachtet werden sollte.
Außerdem gab es den Workshop „Prezi – PowerPoint war gestern“, in welchem die Schüler/innen lernten, wie man eine perfekte Präsentation mit dem Computerprogramm „Prezi“ erstellt. Alle Workshops wurden von qualifizierten Mitarbeitern/innen betreut, welches selbst über einige Erfahrungen in diesen Bereichen verfügte.

 

Wir verbrachten also den zweiten und dritten Tag in den Workshops bis 16:10 Uhr und am Ende des dritten Tages fanden wir uns noch einmal für eine Abschlussversammlung in der Aula zusammen, bei der die Leiter/innen der verschiedenen Workshops die Ergebnisse ihrer Gruppen präsentierten und wir ein abschließendes Fazit zogen.

Durch das Digi Camp wurden wir optimal über die Vorteile der digitalen Medien beziehungsweise über die uns dadurch gebotenen Chancen informiert und wie wir diese bestmöglich nutzen können. Aber uns wurde auch verdeutlicht, welche Gefahren das Netz mit sich bringen kann und wie wir diese am besten umgehen können.

 

 

Carla Möller und Kiara Brehmer

 


Holland-Austausch GPE-Kurse Klassenstufe 9             01.02.19

Dieses Jahr fand erstmalig ein einwöchiger Schüleraustausch mit einer holländischen Schule statt, dem Northgo College in Noordwijk. Mitmachen konnten max. 20 SchülerInnen aus den GPE-Kursen der Jahrgangsstufe 9. Optimal wären jeweils zehn Mädchen und zehn Jungen. Finanziert wurde der Austausch von der Brost-Stiftung. Zwar mussten zu Beginn 30€ abgegeben werden, diese bekommen die SchülerInnen allerdings in Holland als Taschengeld wieder ausgezahlt.

 

Die holländischen Schüler waren vom 04.11.18 bis zum 09.11.18 in Bochum und nächtigten in der Jugendherberge am Bermuda3eck. Während der gesamten Zeit wurden uns die warmen Mahlzeiten der Mensa zur freien Verfügung gestellt. Es musste am Ende ein Projekt erarbeitet werden, in dem der Ablauf und die Erfahrungen der gesamten Woche dargestellt wurden. Dies musste in einer Gruppe von mindestens zwei „Austauschschülerpaaren“ erstellt werden. Der Gegenbesuch von den Bochumer SchülerInnen findet vom 07.04.19 bis zum 12.04.19 statt.

 

 

 

So sah der Wochenplan aus:

 

 

 

Sonntag:

 

Ankunft der holländischen SchülerInnen in Bochum.

 

 

 

Montag:

 

Morgens: Erstes Aufeinandertreffen und Kennlernspiele, Festlegung der „Austauschschülerpaare“

 

Mittags: Gemeinsames Mittagessen in der Mensa

 

Nachmittags: Führung durch das Vonovia Ruhrstadion

 

Abends: Abendessen in der Gastfamilie

 

 

 

 

Dienstag:

 

Morgens: Bochumer SchülerInnen nahmen am normalen Unterricht teil, Holländische SchülerInnen bekamen Unterricht über das Ruhrgebiet und Bochum

 

Mittags: Gemeinsames Mittagessen in der Mensa

 

Nachmittags: Besuch der Zeche Zollverein in Essen

 

Abends: Gemeinsames Pizza essen und Karaoke singen in der Schule

 

 

 

Mittwoch:

 

Morgens: Besuch des Bergbaumuseums

 

Fahrt nach Hagen

 

Mittags: Freie Zeit in Hagen

 

Nachmittags: Besuch in der Trampolinhalle (Sprungwerk)

 

Abends: Abendessen in der Gastfamilie

 

 

 

Donnerstag:

 

Morgens: Bochumer SchülerInnen nahmen am normalen Unterricht teil,

 

Holländische SchülerInnen nahmen am Unterricht der bilingualen Klassen teil

 

Mittags: Gemeinsames Mittagessen in der Mensa

 

Nachmittags: Vorbereiten der Präsentationen

 

Abends: Gemeinsames Grillen in der Jugendherberge (Abschiedsfeier)

 

 

 

Freitag:

 

Morgens: Vorstellen der Präsentationen

 

Mittags: Gemeinsames Essen in der Mensa

 

Nachmittags: Verabschiedung der holländischen SchülerInnen

 


Was ist Glück für dich?                                               01.12.18

Eine Umfrage in unserer Schule

Jeder hat eine andere Auffassung von Glück.Wir haben Schüler aus jeder Jahrgangsstufe und Lehrer gefragt, was ihrer Meinung nach Glück ist, dabei kam folgendes heraus:

 

Stufe

Auffassungen

5. Klasse

Wenn man sich freut, am Tag unerwartet etwas Gutes passiert.

6. Klasse

Das man sich freut, Spaß am Leben.

7. Klasse

Freude, dass etwas sofort gut gelingt.

8. Klasse

Dass man keine Sorgen hat.

9. Klasse

Das Geschehen guter Dinge, ohne mich dafür anstrengen zu müssen.

EF

Das Widerfahren von guten Dingen und Erfolgen.

Q1

Glück kann man nicht definieren, da es ein subjektiver Ausdruck ist, der ausdehnbar ist und auf jeden individuell anwendbar ist.

Q2

Glück hat für jeden eine andere Bedeutung.

Lehrerin

Frei entscheiden, ohne das Gefühl zu haben, jemanden zu vernachlässigen.

Lehrerin

Glück ist Zufall.

Lehrer

Wenn es einem im Leben gut geht.

Lehrer

Eine leise Klasse, ein gutes Leben.

 

 

 



Cambridge Zertifikate    22.09.18

Am Freitag den 21.09.18 wurden einmal wieder die Sprachzertifikate der University of Cambrige verliehen!

Nach einer kurzen Ansprache durch Herrn Bauer wurden die Zertifikate verliehen, über die sich wohl jeder freuen konnte, denn jeder hatte die Prüfung bestanden. Auch die betreuenden Lehrer wurden beglückwünscht und zum Abschluss mit ihren Schüler*innen fotografiert.

 

Bereits seit einigen Jahren bietet unsere Schule kostenlose Vorbereitungkurse an, um interessierte Schüler*innen auf die Zertifikate vorzubereiten. Dabei stehen zwei verschiedene zur Wahl:

1. Das FCE gilt im europäischen Refernzrahmen für das Niveau B2 und sollte zu erst absolviert werden.

2. Das CAE entspricht bereits dem Level C1, also unterem Muttersprachenniveau. Schüler*innen ab der Q1 eignen sich hierfür besonders.

 

Die beiden Kurse, welche am Freitag ausgezeichnet wurden, waren die letzten Kurse, welche maßgeblich von Frau Erdmann und Frau Kühne betreut wurden. Da Frau Erdmann nun in ihren wohl verdienten Ruhestand geht, wird Frau Kühne für die folgenden Kurse von Frau Schmitz unterstützt. Somit gehen beide Zertifikatskurse in die zweite Runde, noch ist Platz teilzunehmen. Wer Interesse hat, kann sich bei Frau Schmitz/ Frau Kühne anmelden.

 

-Tim Pöppel


Die Polenfahrt              31.08.18

Am Sonntag den 09.09 fährt die Q1 des Neuen Gymnasium Bochums nach Polen. Dieses Jahr soll nach Lublin gehen!

 

 

Bei der Fahrt handelt es sich um eine Gedenkreise; sie soll den Schülern vor Augen führen, was sich in den Jahren zwischen 1941 bis 1945 in Polen ereignet hat. Daher sind die Ziele: das  Vernichtungs- und Arbeitslager Majdanek und das Vernichtungslager Belzec. Auschwitz entfällt, da dieses sehr von Touristen überlaufen ist. Außerdem wird die Innenstadt und die Synagoge von Zamosc besichtigt.

 

 

Aktion Reinhardt  Heinrich Himmler beauftragte 1942 den

SS-und Polizeiführer Odilo Globocnik mit der Aufgabe der gesamten Vernichtung der Juden aus den Distrikten Warschau, Lublin, Radom, Krakau und Lvov.

Bisher wurden die Juden in einer Reihe aufgestellt und erschossen, doch da das erstens kostenaufwendig, zweitens nicht sehr effektiv (zeitlich) und drittens „eine zu große psychische Belastung für die Täter“ darstellte, sollten radikalere Maßnahmen folgen. An der östlichen Grenze des Generalgouvernements und in der Nähe von Eisenbahnschienen wurden die Vernichtungslager Belzec, Sobibor und Triblinka errichtet. Im März 1942 wurden dort die ersten polnischen Juden in Gaskammern mit Abgasen vernichtet. Innerhalb eines guten Jahres ließen in diesen Lagern 1,3 mio Juden ihr Leben.

 

 

Als 1943 die Auflösung der noch Vorhandenden Ghettos bevorstand und die Überbleibenden vor allem nach Triblinka deportiert wurden, gelang es einigen der Häftlinge zu fliehen. Das hat zur Folge, dass alle anderen zurückgebliebenen Gefangenen hingerichtet wurden.

 

1943 kam es in Sobibor zu einem Häftlingsaufstand, nachdem zu den Insassen durchgedrungen war, dass das KZ geschlossen und alle noch Lebenden ermordet werden sollten. Später dann wurden alle vernichtet.

Himmler fürchtete nun, es könnte auch in einem der anderen Lager in Lublin (Majdanek, Poniatowa, Trawniki) zu einem Aufstand kommen und ließ aus Vorsicht in der „Aktion Erntefest “ alle erschießen. So sterben in wenigen Tagen 43.000 Juden.

 

 

1933 lebten in Deutschland 561.000 Juden (0,9 % der Bevölkerung), als das NS Regime an die Macht kommt beginnt die Ausgrenzung der Juden in Deutschland. Juden verlieren ihren Job, müssen sich als Jude kennzeichnen, werden gesondert unterrichtet, die Kristallnacht folgt. Alles in einem: die Lebensqualität der Menschen nimmt drastisch ab; da ihnen die Lebensgrundlagen genommen werden fliehen viele. So können  352.556 deutsche Juden fliehen.

 

1942 werden in Dortmund Juden aus dem Amtsbezirk Arnsberg zusammen in eine Turnhalle gepfercht und dann vom Güterbahnhof in Viehtransportern nach Zamosc gebracht. Dort wurde dann entschieden, ob die Juden arbeitsfähig waren oder nicht. Waren sie es nicht, wurden sie direkt vergast oder erschossen. Falls sie fähig seien sollten, wurden sie zur Zwangsarbeit gezwungen und dabei hat man sie langsam verhungern lassen.

 

-Jana Eckelt

 

 

 

 


Jugendkonferenz Erinnerungskultur in Berlin

Zeichen der Geschichte lassen sich in Berlin an fast jeder Straßenecke hautnah erleben. Warum es sich trotzdem lohnt, in Museen der Hauptstadt von virtueller Realität Gebrauch zu machen, erfuhr ich bei bei einem Treffen mit Jugendlichen aus Deutschland und Großbritannien. 2018 ist das Europäische Jahr des Kulturerbes, einer der Höhepunkte war der “Cultural Heritage Summit” in Berlin Mitte Juni. In diesem Rahmen fand auch eine Jugendkonferenz mit insgesamt 60 Schülerinnen und Schülern aus Deutschland und dem Vereinigten Königreich statt. Das Wochenende wurde von UK-German-Connection in Zusammenarbeit mit British Council Germany organisiert. Über die Möglichkeit zur Teilnahme wurden wir von unserer Partnerschule in Schottland aufmerksam gemacht. Im Laufe des Wochenendes stellten alle Teilnehmer Projekte zum Kulturerbe ihrer Heimat vor, ich erzählte beispielsweise von der Industriekultur im Ruhrgebiet. 
 
,,Während der Jugendkonferenz habe ich viele verschiedene Meinungen über kulturelles Erbe und Traditionen entdeckt. Besonders interessant war es, die Unterschiede zwischen deutschen und englischen Ansichten herauszufinden. Die Erfahrung hat mein Deutsch und meine Auffassung von kulturellem Erbe verbessert - und es hat auch viel Spaß gemacht!” - Alice, St. Albans
 
Am Samstag gab es Führungen zur Berliner Straßenkunst-Szene, zur Geschichte der Berliner Juden oder zum Thema Digitalisierung im Kulturerbe. Dabei wurde unter anderem der Zustand der Berliner Mauer in verschiedenen Jahrzehnten durch eine Virtual Reality Brille betrachtet.
 
,,Bei der Virtual Reality Tour fand ich es faszinierend zu sehen, wie sich sowohl die Ost-, als auch die Westseite in den Jahren, in denen die Mauer stand, entwickelten. Man hat ja nicht oft die Möglichkeit, so etwas zu sehen.” - Pia, Hamburg
 
Anschließend unternahmen alle Teilnehmer noch eine Führung im Tempelhofer Flughafen mit seiner vielfältigen Geschichte.  Am letzten Tag, Sonntag, tauschten wir ein letztes Mal unsere gesammelten Erfahrungen aus und diskutierten die verschiedenen Eindrücke. Außerdem wurde ein Kurzfilm erstellt, der uns Jugendlichen die Möglichkeit gab, unsere Gedanken auch außerhalb der Konferenz zum Ausdruck zu bringen. Das Video befindet sich unter dem folgenden Link:
 
https://youtu.be/A7_xjiTEuVY
 
,,Ich hatte eine so aufregende und lehrreiche Zeit in Berlin! Es war mein erstes Mal in Deutschland und es war sogar besser als ich mir vorgestellt habe. Die Street Art war so faszinierend und ich genoss die verschiedenen Perspektiven ihres kulturellen Erbes. Was die Küche betrifft - Es ist nicht nur Fleisch, das die Deutschen lieben, Brot ist die wahre Leidenschaft!” -Esme

 

-Emily Grünendieck

 

 

 



Projekt "Grenzenlos"

Hyoyoung Kim startet demnächst zusammen mit fünf anderen SchülerInnen ihr Projekt "Grenzenlos".

Was sich dahinter verbirgt, erfahrt ihr in folgendem Interview.

 

 

Du hast ja mit anderen Jugendlichen das Projekt „Grenzenlos“ in die Wege geleitet. Was ist dieses Projekt denn eigentlich?

 

 

 

Nun, bei dem Projekt handelt es sich um den Versuch, Jugendlichen die Möglichkeit zu geben, mit ihren eigenen Grenzerfahrungen umzugehen und diese zu verarbeiten. „Grenzenlos“ zeigt dabei schon am Namen, dass Jugendliche ihre eigenen Grenzen erkennen sollen und dazu animiert zu werden, darüber zu reden und sich auszutauschen.

 

Dann sollen sie das künstlerisch darstellen und optimaler Weise so eigene Grenzen überwinden.

 

Am Ende gibt es dann eine öffentliche Ausstellung mit Präsentation der Werke, um die Leistungen zu würdigen.

 

 

Wie läuft das Projekt ab? Was erwartet die Teilnehmende?

Es gibt insgesamt 4 Workshops für die Jugendlichen.

 

Im ersten Workshop geht es um Inhalte, wie verschiedene Diskriminierungsformen und -erfahrungen. Dazu haben wir einen Gast eingeladen, Deva Manick, der Autor des Buches "Im Glashaus gefangen zwischen zwei Welten", der einen Vortrag namens "Wer bin ich wirklich?" für die TeilnehmerInnen halten wird.

 

In den restlichen Workshops sollen die verschiedenen Erfahrungen möglichst individuell künstlerisch verarbeitet werden. Dabei wird uns eine Kunstlehrerin von der VHS Bochum, Sylvie Zipprick, unterstützen.

 

 

Und warum der künstlerische Aspekt?

Naja, Kunst ist einfach das einfachste Mittel, um Gedanken präzise auszudrücken. Man muss keine wissenschaftlichen Arbeiten formulieren sondern lässt seinen Gefühlen freien lauf.

 

 

Welches Ziel hattet ihr bei dem Projekt?

Vor allem sollen sich die Jugendlichen nicht ausgegrenzt fühlen. Dabei sollen sie auch Hilfe von anderen bekommen.

 

Aber natürlich hoffen wir auch, Einfluss auf die Bochumer Gesellschaft nehmen zu können. So wollen wir in unserem Umfeld etwas verändern und allgemein das  Selbstbewusstsein der TeilnehmerInnen stärken.

 

 

Und wer hat das Projekt entwickelt? Wie kam es zu eurer Zusammenarbeit? Mit wem habt ihr kooperiert?

Insgesamt sind wir fünf junge Leute; SchülerInnen aus ganz Bochum!

 

Wir alle waren sog. „Peer- Guides“ bei der Ausstellung „Deine Anne“ und haben uns dort kennengelernt.

 

Mittlerweile werden wir alle zur Anne-Frank-Botschafterinnen ausgebildet. Dabei stellten wir uns dann die Frage: „Was stört uns in der Bochumer Gesellschaft?“

 

Ergebnis: Ausgrenzung.

 

Und das wollen wir verändern!

 

Viel Unterstützung haben wir hierfür vom Anne-Frank-Zentrum in Berlin bekommen. Vor allem in Sachen der Organisation haben wir eine Menge Hilfe und gute Tipps bekommen.

 

 

Und wann geht’s los? Wie kann an euch erreichen?

Schon am 11.07. findet der inhaltlicher Workshop statt und dann geht’s los. Alle Termine stehen auch auf unseren Plakaten in der Schule.

 

Achja, und Ausstellungseröffnung ist am 25.08, vermutlich im Kunstmuseum.

 

Kommt gerne zahlreich vorbei!

 

-Tim Pöppel