Was ist eigentlich ein Film? Mit welchen Mitteln arbeitet ein Roman? Welche Rolle spielt die geschichtliche Bedeutung in unseren Alltagsmedien? All das und viel mehr könnt ihr hier nachlesen. Dabei handelt es sich bei den Texten dieser Rubrik um subjektiv geschriebene Essays zu allen Themen von Kunst, Kultur und Medien. Dies sind also keine objektiven journalistischen Artikel, sondern eben niedergeschriebene Meinungen und Ideen.

Seht euch um und lasst euch inspirieren!



Was ist ein Film?

Film.

Ein Medium, was wir alle kennen und benutzen. Egal, ob wir uns den neusten Hollywood- Blockbuster im Kino ansehen, oder zu Hause gemütlich einen Netflix- Marathon starten, oder uns die Klassiker der Filmgeschichte zu Gemühte führen- wir konsumieren Film.

 

Aber was ist der Film eigentlich? Was unterschiedet ihn so sehr von Romanen, Radiosendungen oder erzählten Geschichten?

Das Wesen das Films an sich einzufangen ist nicht einfach und dieses Essay kann das bei weitem nicht leisten. Dennoch kann ich versuchen, die Hintergründe des Films zu analysieren.

 

Zunächst einmal ist der Film ein audiovisuelles Medium. Der Film arbeitet immer mit Bildern, aber auch mit Sprache und Musik. Ausgenommen ist der Stummfilm, aber selbst hier findet sich die Musik als zentraler Bestandteil des Films.

Der Film kommuniziert also ganz anders mit seinem Publikum als es ein Roman tut.

"Show don't tell" fällt einem dabei ein. Dieser wichtige Grundsatz des Filmemachens enthällt eine ganze Menge Wahrheiten über den Film. Der gelungene Film zeigt seine Botschaften, seine Handlungen und seine Entwicklungen durch Bilder. Die Dialoge sollten handlungsnah sein und nicht als Mittel zum Zweck dienen, um dem Zuschauer die Handlung zu erklären.

Der Film zeigt uns also, was wir sehen sollen. Dabei kommt der technische Aspekt zu tragen. Kammerafahrten, Schnitte, Beleuchtung, Color Grading und so weiter werden benutzt, um den Film zu verstehen. Jedes einzelne dieser Merkmale ist einen eigenen Text wert und soll hier nicht weiter erläutert werden.

Dennoch sind diese Aspekte von entscheidender Bedeutung.

 

So stellt der Film eine ganz eigene Beziehung zu seinem Publikum her. Die besondere Mannigfalitgkeit der Kombination aus Bild, Sprache und Musik ist ein nur für den Film gegebenes System, um den Zuschauer zu erreichen.

 

Damit fällt nun ein zentraler Begriff des Films: Emotion.

Kann ein Film emotionen in mir wecken? Und wenn ja, welche? Auch ein Buch versucht dies. Aber die Art ist eine andere.

Das Buch ist abstrakt, der Film direkt und individuell.

In einem Film lassen sich die Menschen besser manipulieren. Das ist nicht negativ gemeint, denn nur durch Manipulation des Gefühle kann Interesse für fiktive Handlungen erzeugt werden.

 

Dies macht sich der Film zu nutze. Eine Szene in einem Film kann so sehr mitreißend, spannend, dramatisch oder traurig sein, weil sie den Zuschauer als Individuum anspricht. Die Szene muss nicht erst teifgründig analysiert werden, damit sie wirkt. Der Mensch an sich reagiert auf die Szene und verhält sich dem entsprechend.

 

 

Was also ist Film? Film ist ein Publikumsmedium. Im Gegensatz zum Roman, welcher ein Autorenmedium darstellt.

Damit ist aber mit Nichten das Wesen des Films beschrieben. Das muss jeder für sich erarbeiten und sich einen eigenen Meinung bilden.

Denn: Film ist individuell.

 

-Tim Pöppel